Weitere 6 Mio. Euro für Neurowissenschaftliches Schwerpunktprogramm an HHU und Universität des Saarlandes

Das Institut für Neurobiologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) koordiniert seit dem Jahr 2013 zusammen mit der Universität des Saarlandes das Schwerpunktprogramm SPP 1757 im Bereich der Neurowissenschaften. Dieses von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Verbundprojekt befasst sich mit der Funktion von Gliazellen im Gehirn.

Gliazellen, die im Gehirn in mehreren verschiedenen Typen auftreten, wurde lange Zeit keine große wissenschaftliche Aufmerksamkeit geschenkt, galten sie doch vor allem als Stützstruktur für Nervenzellen. Erst in jüngerer Zeit erkannte man die elementare Rolle, die sie auch bei der Informationsübertragung im Gehirn spielen. Zudem fand man heraus, dass Gliazellen wesentlich an der Entstehung vieler Erkrankungen, wie zum Beispiel Parkinson oder Epilepsie, beteiligt sind. Andere häufige Erkrankungen wie die Multiple Sklerose werden primär durch eine Schädigung von Gliazellen hervorgerufen.

Bislang noch weitgehend unbekannt sind die besonderen Aufgaben, die den Gliazellen in unterschiedlichen Hirnregionen zukommen, sowie ihre dafür notwendigen Spezialisierungen. Dazu muss verstanden werden, wie sich diese Zellen entwickeln und sich an ihre jeweilige Umgebung anpassen. Auch die Kommunikation der Gliazellen mit ihren direkten Nachbarn, den Nervenzellen, muss entschlüsselt werden.

Diesen Fragestellungen widmet sich das Schwerpunktprogramm SPP 1757 „Functional specializations of neuroglia as critical determinants of brain activity”, das von Prof. Dr. Christine Rose vom Institut für Neurobiologie der HHU und Prof. Dr. Frank Kirchhoff vom Institut für Physiologie der Universität des Saarlandes koordiniert wird und das im Jahr 2014 an den Start ging. Für die nun beginnende zweite Förderperiode, an der sieben weitere deutsche Universitäten sowie das Helmholtz-Zentrum München und das Max-Planck-Institut für experimentelle Medizin in Göttingen beteiligt sind, stehen bis zum Jahr 2021 sechs Millionen Euro Fördermittel zur Verfügung.

Die beteiligten Wissenschaftler nähern sich diesen Fragen mit verschiedenen Methoden und aus unterschiedlichen Perspektiven. Durch die enge Verzahnung der einzelnen Projekte, an denen Biochemiker, Chemiker, Genetiker, Molekularbiologen, Neurobiologen, Physiker sowie Physiologen gemeinsam arbeiten werden, erhoffen sich die Forscher grundlegende neue Erkenntnisse zur Funktion des Gehirns. Diese können auch dazu beitragen, Hirnerkrankungen besser zu verstehen und dabei helfen, neue Therapieansätze zu entwickeln.

Vom 26. bis 28. Oktober 2017 treffen sich Forscher des SPP mit internationalen Kollegen auf der Zollfeste Zons, um die zweite Förderperiode einzuläuten und ihre neu geförderten Forschungsprojekte vorzustellen und zu diskutieren.

Quelle: www.uni-duesseldorf.de

Evonik beteiligt sich an NUMAFERM

  • NUMAFERM macht Produktion von Peptiden effizienter
  • Investition stärkt die Wachstumskerne Health & Care und Specialty Additives von Evonik
  • Neue technische Anwendungen werden erstmals realistisch

Evonik hat sich über seine Venture-Capital-Einheit an dem Start-up NUMAFERM beteiligt und hält nun einen Minderheitenanteil an dem Spin-off der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf. Die Investition erfolgte im Rahmen einer Seed-Finanzierung, an der sich außerdem der High-Tech Gründerfonds, die Business Angel und Qiagen-Mitgründer Detlev Riesner und Jürgen Schumacher sowie der European Investment Fund beteiligt haben. Das Volumen der gesamten Finanzierungsrunde liegt im einstelligen Millionen-Euro-Bereich. „Peptide und ihre Anwendungen sind hoch interessant für unsere Wachstumskerne Health & Care und Specialty Additives. Außerdem verfügt Evonik über eine hohe Kompetenz in der Biotechnologie. Deshalb passt NUMAFERM strategisch hervorragend zu uns“, sagt Bernhard Mohr, Leiter Venture Capital bei Evonik.

Peptide kommen derzeit vor allem als pharmazeutische oder kosmetische Wirkstoffe zum Einsatz.  Neben ihrer Rolle als aktive pharmazeutische Inhaltsstoffe stellen Peptide und Proteine ​​im Allgemeinen eine kommerziell interessante Klasse von Molekülen dar, die in verschiedenen medizinischen, kosmetischen und ernährungsphysiologischen Anwendungen eingesetzt werden. Die entsprechenden Märkte stehen im Fokus des Wachstumskerns Health & Care von Evonik. Besonders hervorzuheben sind Anwendungen wie Inhaltsstoffe von Zellkulturmedien und Nahrungsergänzungsmitteln oder  medizinische Nährstoffe. Die industrielle Anwendung von Peptiden adressiert Evonik im Wachstumskern Specialty Additives.

Die  Produktion von Peptiden, die meist mittels chemischer Synthese hergestellt werden, ist teuer. Gründe dafür sind die erforderlichen hohen Rohstoffmengen, die aufwändigen Prozessschritte und die meist geringen Ausbeuten. NUMAFERM hat nun eine eine Technologieplattform entwickelt,  mit der Peptide planbar, in hoher Ausbeute und zu geringeren Kosten biotechnologisch produziert werden können. Die Technologie kann für die allermeisten Peptide genutzt werden und die Produktion im industriellen Maßstab ermöglichen. Damit können  auch neue technische Anwendungen von Peptiden erstmals realistisch werden.

„Die Technologie kann für die allermeisten Peptide genutzt werden und die Produktion im industriellen Maßstab ermöglichen. Damit werden  auch neue technische Anwendungen von Peptiden erstmals realistisch. Mit dem HTGF III- Fondsinvestor EVONIK hat die NUMAFERM nun einen starken Partner an der Seite, um hier gezielt in die Umsetzung zu gehen “  sagt Dr. Philipp Rittershaus, Investment Manager beim HTGF.

NUMAFERM will mit dem frischen Kapital zunächst die Technologieentwicklung vorantreiben und erste Produkte zur Marktreife bringen. „Mit Evonik haben wir einen strategischen Investor gewonnen, der über umfangreiche Erfahrung im Aufbau innovativer Technologien und in der Erschließung neuer Märkte verfügt“, sagt Christian Schwarz, Mitgründer und Geschäftsführer von NUMAFERM.

Schwarz hat die wissenschaftlichen Grundlagen für die Technologie von NUMAFERM in seiner Promotion an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf gelegt. Das Unternehmen wurde dann Anfang 2017 als Spin-off des Instituts für Biochemie gegründet. Zuvor wurde das Projekt unter anderem durch einen EXIST-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt.

Quelle: www.high-tech-gruenderfonds.de

Pressekontakt:
NUMAFERM GmbH
Philipp Bürling
Merowingerplatz 1a
40225 Düsseldorf
Tel.: +49 (0) 211 97532901
info@numaferm.com
www.numaferm.com

Leitmarktwettbewerb MobilitätLogistik.NRW gestartet

Der Leitmarktwettbewerb MobilitätLogistik.NRW geht in die zweite Runde. Nach dem erfolgreichen ersten Wettbewerbsaufruf ist der zweite nun am 06.09.2017 veröffentlicht worden.

Vor dem Hintergrund der besonderen Kompetenzen der nordrhein-westfälischen Logistikbranche und der hier ansässigen innovativen Maschinenbau und Automobilindustrie sowie der außerordentlich guten wissenschaftlichen Infrastruktur ist es das Ziel des Leitmarktwettbewerbs MobilitätLogistik.NRW, die nordrhein-westfälische Wirtschaft und Wissenschaft dabei zu unterstützen Innovationen in den Bereichen Mobilität und Logistik zu entwickeln, Lösungen für aktuelle und zukünftige Herausforderungen zu finden und somit ihre Wettbewerbsvorteile weiter auszubauen. Digitale Lösungsansätze im Bereich Mobilität und Logistik leisten dabei einen wichtigen Beitrag, das Megathema der Digitalisierung von Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft voranzutreiben.
Im Vordergrund steht die Förderung kleiner und mittelständischer Unternehmen, da diese einen Großteil der Unternehmen mit knapp 50% der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in NRW stellen und besonders große beschäftigungspolitische Effekte erwarten lassen. Der Wettbewerb zielt auf die Ermöglichung nachhaltiger, effizienter Mobilität von Menschen und Gütern. Projektvorschläge müssen sich dabei einer der beiden thematischen Säulen des Wettbewerbs zuordnen lassen

  • Innovation für Mobilität und Automotive
  • Innovative Logistik

Infrastruktur- und Netzwerkmaßnahmen sind nicht Bestandteil dieses Aufrufes.

Die 1. Einreichfrist für diesen zweiten Call endet am 29. November 2017

Quelle: www.leitmarktagentur.nrw

Weitere Informationen: www.leitmarktagentur.nrw

Jetzt bewerben! „Ignition“ Förderprogramm für Startups geht in die 2. Runde

Gründerteams, die nicht älter als ein Jahr sind, können sich für die zweite Runde des dreimonatigen Acceleratorprogramms Ignition bewerben. Das Ignition ist ein Förderprogramm für Startups, Hochschul- und Companyteams, initiiert und realisiert vom digihub Düsseldorf/Rheinland.

Gründerteams, die nicht älter als ein Jahr sind, können sich für die zweite Runde des dreimonatigen Acceleratorprogramms Ignition bewerben. Ignition ist ein Förderprogramm für Startups, Hochschul- und Companyteams, initiiert und realisiert vom digihub Düsseldorf/Rheinland.

Die Bewerbungsfrist für die nächste Runde, die am 9. Oktober startet, ist der 3. September 2017. Der Pitch vor der Expertenjury folgt am 18. September.

Für die laufende Runde, die im Juli Premiere hatte, ist gegenwärtig Halbzeit. Mehr als 40 Gründerteams hatten sich zuvor für das Programm beworben. Eine Expertenjury wählte davon 5 Teams für die Förderung aus. Ein weiteres Team gewann ein Ticket für Ignition im Pen & Paper Hackathon während der Veranstaltung Düsseldorf 2020 – Creating a Smart City. Die Ideen der Bewerber waren vielfältig: von einem Fitnesstracker für Pferde über Revolutionierung der City-Logistik bis zur Big Data Analyse des Stromnetzes.

Die Teams werden bis Oktober weiter am Aufbau und der Entwicklung ihrer Geschäftsmodelle arbeiten – unterstützt und begleitet durch erfahrende „Buddies“, unter anderem aus der Wirtschaftsförderung. Das Ignition Programm beinhaltet sowohl einen Arbeitsplatz in einem Coworking Space in der Region Düsseldorf als auch maßgeschneiderte Workshops und die Erstellung eines ersten Prototyps. Der digihub unterstützt die Teams außerdem durch PR, den Zugang zu exklusiven Veranstaltung sowie Vernetzung mit Investoren und Business Angels. Ein Gründerteam konnte bereits erste Kontakte zu interessierten Investoren knüpfen und Gespräche über eine Weiterfinanzierung führen.

Die Startup-Unit bei der Wirtschaftsförderung Düsseldorf unterstützt das Ignition Programm: Die Bewerber für das Stipendium haben die Möglichkeit, bereits im Vorfeld des Pitches ihre Ideen zu prüfen und mit dem Angebot „Teste deine Startup-Idee“ auf Schwachstellen zu überprüfen.

Ziel ist es, die Innovationsfähigkeit des Standortes Düsseldorf zu fördern, die Startup-Kultur in Düsseldorf weiter zu entwickeln, innovative Startups zu unterstützen, das Netzwerk von und für Startups auszubauen und sie mit Mentoren und Geldgebern zusammenzubringen.

Der digihub Düsseldorf/Rheinland

Der von der Wirtschaftsförderung federführend ins Leben gerufene und mit Mitteln des Landes NRW geförderte digihub Düsseldorf/Rheinland ist Ansprechpartner für Mittelstand, Startups, Hochschulen und Konzerne zur Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle, Produkte und Lösungen.

Der digihub hat seit seiner Gründung bereits eine Reihe von erfolgreichen Veranstaltungen durchgeführt, u.a. Pen & Paper Hackathons zu den Themen „Big Data“ und „Smart City“, eine digitale Unkonferenz sowie eine Ausstellungstag für Startups aus der Region, den „New Year Demo Day“.

Weitere Informationen & Bewerbung unter: https://www.digihub.de/ignition

Quelle: www.duesseldorf.de

Leitmarktwettbewerb Produktion.NRW gestartet

Der Leitmarktwettbewerb Produktion.NRW geht in die zweite Runde. Nach dem erfolgreichen ersten Wettbewerbsaufruf ist der zweite nun am 28.08.2017 veröffentlicht worden.

Mit dem Leitmarktwettbewerb Produktion.NRW will das Land NRW die Innovationskraft dieser Branche weiter stärken, um nachhaltig Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung und Wohlstand zu sichern und die internationale Sichtbarkeit Nordrhein-Westfalens als führenden Standort für den Maschinen- & Anlagenbau und die Produktionstechnik zu erhöhen.
Der Leitmarktwettbewerb Produktion.NRW adressiert die Themenschwerpunkte Industrie 4.0 sowie Effizienz in der Produktion, zu denen jeweils unterschiedliche Forschungsbedarfe für eine breite Bewerbergruppe identifiziert wurden.

Im Themenschwerpunkt „Industrie 4.0“ sollen F&E-Projekte angeregt werden, in denen Entwickler und bevorzugt mittelständische Anwender von Cyber-Physischen-Produktionssystemen (CPPS) Hand in Hand vernetzte Produktionsstätten für künftige „Smart Factories“ voranbringen.

Im Themenschwerpunkt „Effizienz in der Produktion“ sollen F&E-Projekte angeregt werden, die einerseits effiziente Fertigungsverfahren und andererseits Produkte mit verbesserter Effizienz thematisieren. Die 1. Einreichfrist für diesen zweiten Call endet am 21. November 2017.

Weitere Informationen unter: www.leitmarktagentur.nrw

Quelle: www.leitmarktagentur.nrw

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