Mangel an Digitalkompetenzen bremst Digitalisierung des Mittelstands

Der digitale Wandel ist in der Breite des Mittelstands angekommen. Die Digitalisierung der Unternehmen wird aber durch ein zunehmendes Problem gebremst: unzureichende Digitalkompetenzen der Beschäftigten.

Circa 80 % der KMU haben großen Bedarf an digitalen Grundkompetenzen wie z. B. der Bedienung von Standardsoftware und digitalen Endgeräten. Großen Bedarf an fortgeschrittenen Digitalkompetenzen wie Programmieren und statistischer Datenanalyse haben 24 % des Mittelstands. Ein Drittel der KMU kann seinen Bedarf an Digitalkompetenzen nicht decken: Insgesamt 34 % haben Engpässe bei mindestens einer Digitalkompetenz.

Unternehmen können sich Digitalkompetenzen auf drei Wegen beschaffen: Rekrutierung, Auslagerung und Weiterbildung. Letzteres zeigt sich als die häufigste Strategie im Mittelstand. Für 70 % der KMU spielt Weiterbildung eine Rolle beim Aufbau von Digitalkompetenzen, darunter für 31 % eine große Rolle. Allerdings dominieren kurze Weiterbildungsmaßnahmen mit oft begrenzter Qualifikationswirkung.

Die Weiterbildungshürden sind vor allem finanzieller Natur. Ein Drittel der KMU bezeichnet die direkten Kosten als Problem, ein Viertel den Arbeitsausfall abwesender Mitarbeiter. Für Kleinunternehmen mit ihren knapperen Personalressourcen ist diese Hürde besonders hoch.

Digitale Lernformate (E-Learning) haben das Potenzial, die berufliche Weiterbildung zu beleben, da sie flexibles, zeit- und ortsunabhängiges Lernen ermöglichen. Davon abgesehen sollten schon Kinder und Jugendliche einen intuitiven Zugang zu komplexen Digitalkompetenzen wie dem Programmieren erhalten – innerhalb und außerhalb des staatlichen Bildungssystems.

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Quelle: 04.02.2020, www.kfw.de

Quelle: www.fachkraeftebuero.de