Programm Mittelstand Innovativ & Digital: Land baut Förderung für Digitalisierung und IT-Sicherheit in mittelständischen Betrieben aus

Um kleine und mittlere Unternehmen in Nordrhein-Westfalen bei der digitalen Transformation zu unterstützen und ihre Innovationskraft und Resilienz zu stärken, baut das Land seine Förderung durch das Programm „Mittelstand Innovativ & Digital“ (MID) aus.

Konkret steigen die Förderquoten für die Beratungs- und Umsetzungsgutscheine MID-Digitalisierung und MID-Innovation um je 30 Prozentpunkte auf 80 Prozent für kleine Unternehmen und 60 Prozent für mittlere Unternehmen. Mit den MID-Gutscheinen erhalten mittelständische Betriebe gezielte Unterstützung bei der Neu- und Weiterentwicklung innovativer und digitaler Produkte, Dienstleistungen und Produktionsverfahren sowie bei Maßnahmen für mehr IT-Sicherheit. Die Beratung erfolgt dabei durch Hochschulen, Forschungseinrichtungen sowie Beraterinnen und Berater aus der freien Wirtschaft.

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart rückte die Förderung vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen wirtschaftlichen Unsicherheiten und Lieferkettenprobleme in den Fokus. Mittelständische Unternehmen müssen sich zukunftsfest und digital aufstellen, um die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Das Programm stützt kleine und mittlere Unternehmen mit maßgeschneiderten Förderinstrumenten und wichtigem Know-How, die digitale Zukunft zu gestalten. Durch die erhöhten Förderquoten der MID-Gutscheine wird das Programm nun noch attraktiver und leichter zugänglich.

Informationen zum Förderprogramm Mittelstand Innovativ & Digital und zu einzelnen Fördermöglichkeiten erhalten interessierte Unternehmen bei einer digitalen Informationsveranstaltung am 27. April in Kooperation mit der NRW.BANK und weiteren Webinaren im Mai zusammen mit dem digitalHUB Aachen. Eine Anmeldung ist unter www.mittelstand-innovativ-digital.nrw möglich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Über Mittelstand Innovativ & Digital

Das Wirtschaftsministerium hat im Juni 2020 das Förderprogramm Mittelstand Innovativ & Digital gestartet. Es unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei Digitalisierungsvorhaben mit Zuschüssen für externe Beratungs-, Analyse- und Umsetzungsdienstleistungen (MID-Gutscheine), die projektbezogene Beschäftigung von Hochschulabsolventinnen und Hochschulabsolventen (MID-Assistent/in) sowie seit Juli 2021 für Investitionen in IKT-Hard- und Software (MID-Invest).

Quelle: Wirtschaft.NRW

Startup-Preis des RWTÜV: Geschäftsideen aus dem Bereich Technik und technischer Beratung

Der RWTÜV begeht 2022 seinen 150. Geburtstag – und feiert dies mit einem 150.000 Euro dotierten Startup-Preis, für den sich ab sofort junge Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen bewerben können.

 

Gesucht werden Geschäftsideen aus dem Bereich Technik und der technischen Beratung, die zu den Betätigungsfeldern der RWTÜV Gruppe passen. So können sich die Startups beispielsweise Themen aus den Bereichen Ingenieurwesen, Umwelt (Bau, Luft, Wasser), Digitalisierung, Energie, Automotive, Mess- und Regeltechnik, Versicherungsservices, Telekommunikation oder Nachhaltigkeit widmen.

Bewerbungsfrist ist der 15. Februar 2022. Jedes Unternehmen, das 2020 oder später gegründet wurde sowie seinen Hauptsitz in Nordrhein-Westfalen hat, kann sich mit seiner Geschäftsidee bewerben.

Prämien und Preisverleihung Die RWTÜV GmbH prämiert dabei das Sieger-Startup mit 70.000 Euro. Platz zwei erhält 50.000 Euro, Platz drei 30.000 Euro. Geehrt werden die Preisträger im Rahmen einer Feier am Siegener Hightech-Standort „The Summit“ am 19. Mai 2022.

Wirtschafts- und Digitalminister Professor Dr. Andreas Pinkwart wird die Veranstaltung als Schirmherr begleiten: „Nordrhein-Westfalen ist eine Top-Adresse für Gründerinnen und Gründer. Damit die Szene weiter an Fahrt aufnimmt, unterstützt das Land den Ausbau des Start-up-Ökosystems mit vielfältigen Maßnahmen. Erfreulicherweise drücken auch private Initiativen immer häufiger ihre Wertschätzung für die Kreativität und den Mut junger Unternehmerinnen und Unternehmer aus. Der großzügig dotierte Startup-Preis der RWTÜV Gruppe ist dafür ein hervorragendes Beispiel. Als Schirmherr bin ich sehr gespannt auf die innovativen Geschäftsideen der Bewerberinnen und Bewerber und wünsche ihnen viel Erfolg.“

Auf der Internetseite des RWTÜV finden Sie die vollständige Ausschreibung sowie die Vorlage für die Bewerbung.

GRÜNDERPREIS NRW: Gewinner aus Gütersloh, Düsseldorf und Bad Honnef ausgezeichnet

Die drei Preisträger des GRÜNDERPREIS NRW 2021 stehen fest: Als Sieger geht die Schüttflix GmbH aus Gütersloh mit einer digitalen Innovation für die Baubranche unter den zehn Finalisten hervor. Platz zwei belegt die dermanostic GmbH aus Düsseldorf und den dritten Platz sichert sich die Hörgeräte Manufaktur aus Bad Honnef.

Die Unternehmen können sich über ein Preisgeld von insgesamt 60.000 Euro freuen. Bereits zum zehnten Mal haben das Wirtschafts- und Digitalministerium und die NRW.BANK in diesem Jahr den GRÜNDERPREIS NRW für innovative und zukunftsweisende Geschäftsideen vergeben.

Die Schüttflix GmbH aus Gütersloh erhält für den ersten Platz ein Preisgeld von 30.000 Euro. Die Gründer Christian Hülsewig und Thomas Hagedorn überzeugten die Jury mit einer App, die das Transportwesen in der Baubranche deutlich effizienter macht: Die digitale Plattform bringt Auftraggeber für die Entsorgung von Schüttgütern sowie Bau- und Abbruchabfällen mit Entsorgungsexperten zusammen. Diese systematische Vernetzung von Angebot und Nachfrage spart Zeit und Kosten und reduziert zugleich den Ausstoß von klimaschädlichem CO2.

Den zweiten Platz beim GRÜNDERPREIS NRW 2021 erreicht die dermanostic GmbH aus Düsseldorf und erhält damit 20.000 Euro Preisgeld. Das Gründerteam aus Dr. Alice Martin, Dr. Ole Martin, Dr. Estefania Lang und Patrick Lang entwickelte eine international einsetzbare App, mit der Patientinnen und Patienten Fotos von Hautveränderungen an ein Netzwerk von Fachärztinnen und -ärzten senden können. Von dort erhalten sie Behandlungsempfehlungen und Rezepte. Die App funktioniert als Online-Hautarztpraxis, die zeit- und ortsunabhängig zur Verfügung steht. Derzeit arbeitet das Unternehmen daran, Kooperationen mit sozialen Organisationen wie UNICEF oder Ärzte ohne Grenzen umzusetzen.

Das Gewinnertrio komplettiert die Hörgeräte Manufaktur aus Bad Honnef. Das junge Unternehmen erhält als Drittplatzierter ein Preisgeld von 10.000 Euro. Das Gründerpaar Ann-Kathrin und Jan Unkelbach ermöglicht Menschen mit Hörminderung die Rückkehr in eine akustische Welt und begleitet sie bei der Akklimatisierung. Als Reaktion auf die Corona-Pandemie setzt das junge Unternehmen verstärkt auf Fernanpassung mithilfe von iPads. Die Feinanpassung der Hörgeräte findet nun mit einer speziellen Software per Videoanruf im häuslichen Umfeld des Kunden statt. Das innovative Handwerksunternehmen geht auch mit einer 32-Stunden-Woche und einem hybriden Arbeitsplatzmodell besondere Wege.

Die Jury des GRÜNDERPREIS NRW unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Christine K. Volkmann besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Wirtschaftsministeriums, der NRW.BANK sowie Existenzgründungs- und Wirtschaftsexpertinnen und -experten aus Nordrhein-Westfalen, die aus rund 140 Bewerbungen aus allen Landesteilen drei siegreiche Unternehmen ausgewählt haben.

Quelle: Wirtschaft.NRW

Unverpackt mobil: Neugründung GLASBOTE geht in Düsseldorf an den Start

Von der Gründungsidee bis zum Verkaufsstart: Acht Monate dauerte es, ehe Florin Kutten, Julia Riensche und Carolin Heuser vor den gefüllten Regalen im Lager ihres Online-Unverpacktladens GLASBOTE standen. Seit Anfang November dieses Jahres warten hunderte von befüllten Gläsern darauf, zu ihren Konsumenten zu kommen – und zwar über eine Online-Bestellung noch am selben Tag, per Elektro-Lastenfahrrad.

Umweltfreundich unverpackt

Die Gründungsidee ist gleichermaßen neu wie umweltfreundlich: GLASBOTE möchte es allen ermöglichen, unverpackt und somit vor allem plastikfrei einkaufen zu können. Dem Namen entsprechend liefert GLASBOTE sein Angebot – vorerst trockene Produkte wie Reis, Nudeln und Nüsse – in Gläsern. Durch die Wiederverwendbarkeit der Gläser entsteht ein grüner Kreislauf: GLASBOTE nimmt die Gläser bei der nächsten Bestellung wieder mit, um sie im Lager zu reinigen und dann wieder neu zu befüllen. Damit bietet das Unternehmen eine nachhaltige Alternative zu klassischen Supermärkten oder Lieferdiensten.

Nachhaltigkeit im Fokus

Mit ihrer umweltfreundlichen Vision „Verpackungsfrei vom Produzenten zum Konsumenten“ stieß GLASBOTE bei diversen Unterstützern auf positive Resonanz.  So ist das Unternehmen im Impact Accelerator vom Hafven in Hannover vertreten. Beim KUER NRW Businessplan Wettbewerb sind sie nicht nur dabei, sondern erhalten dort auch Support. Daneben ist GLASBOTE auch bei Senkrechtstarter und Startplatz vertreten und war Teil des Project Together, heute von Circular Futures.

Die Welt mit nur einem Mausklick von noch mehr Plastik zu befreien – das ist die Mission von GLASBOTE. Eine Erweiterung des Liefergebiets, wie auch eine Expansion in andere Städte sind geplant.

Wurzeln in Düsseldorf

Trotz der wachsenden überregionalen Bekanntheit bleibt GLASBOTE Düsseldorf treu – und das nicht nur in Bezug auf das Liefergebiet, sondern auch, was seine Wurzeln angeht. Das Unternehmen wurde von Beginn an vom Center for Entrepeneurship Düsseldorf (CEDUS) von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf betreut und ist Teil des dortigen Startup Inkubator Programms Cube. Finanziell gestützt wird das Gründerteam zudem durch das Gründerstipendium NRW, das durch den Startplatz angestoßen wurde.

Haben Sie auch eine gute Idee und suchen nach potenziellen Geschäftspartnern oder Fördermöglichkeiten? Sprechen Sie mit uns!

Zur Internetpräsenz von GLASBOTE geht es hier

Scale-up-Programm: NRW unterstützt schnell wachsende Start-ups

Nordrhein-Westfalen verfügt über ein aktives Start-up-Ökosystem, das im vergangenen Jahr stärker wuchs als im Bund. Das geht aus den Ergebnissen des NRW Start-up-Reports 2020 hervor, die Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart am 11. Oktober vorstellte. Bekannt gab er auch den Start eines deutschlandweit einzigartigen Scale-up-Programms.

Von den rund 2.500 Start-ups in NRW kommen als Zielgruppe rund 50 bis 100 Unternehmen in Frage. Zehn bis 15 davon sollen gefördert werden. Das Scale-up-Programm richtet sich an Gründerinnen und Gründer sowie deren Management-Teams, die sich kurz vor oder bereits in einer Phase rapiden Wachstums und Wandels befinden. Im Fokus stehen typische Herausforderungen wie die Internationalisierung, die Erweiterung des Management-Teams, der Aufbau und die Führung neuer Teams sowie deren erheblich steigender Finanzbedarf.

Kernelemente des Programms sind:

  • Mentoring: Den teilnehmenden Gründerinnen und Gründern werden erfahrene und international erfolgreiche Mentoren an die Seite gestellt;
  • Peer-2-Peer-Lernen: Innerhalb der Kohorte findet ein regelmäßiger, Austausch statt, um Erfahrungen und Herausforderungen zu teilen und voneinander zu lernen;
  • Soft-Landing: Das Programm bietet ein internationales Netzwerk mit Ansprechpartnern in relevanten Zielmärkten an, um den skalierenden Start-ups vor Ort zu helfen. Das umfasst auch Auslandsaufenthalte.

Verantwortlich für die Programmumsetzung ist ein Konsortium aus der Digital Innovation Hub Düsseldorf/Rheinland GmbH und der German Entrepreneurship GmbH.

Ab März 2022 startet die erste Kohorte mit zehn bis 15 Start-ups, die im Laufe eines 18-monatigen Programms die wesentlichen Schritte hin zu einem Scale-up-Unternehmen meistern sollen.

NRW Start-up-Report 2020

Während der Pressekonferenz zum Start des neuen Programms wurde auch der NRW Start-up-Report 2020 vorgestellt, nach dem sich die Start-up-Gründungsaktivität in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2020 trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie im bundesweiten Vergleich positiv entwickelt hat. Mit einem Anteil von rund 17 Prozent an der Gesamtzahl aller Start-up-Gründungen in Deutschland belegt NRW damit nach Berlin und Bayern den 3. Platz. Die Anzahl der Start-up-Gründungen in NRW steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 15,2 Prozent und somit stärker als im bundesweiten Durchschnitt (12,5 Prozent).

Die Ergebnisse des NRW Start-up-Report 2020 zum Download

Presseinformation zum Start des Programms Scale-up und des Start-up-Reports

 

Quelle: ZENIT GmbH

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