Brustkrebs: Doppelte Auszeichnung für die UKD

Gleich doppelt ist die Frauenklinik des Universitätsklinikums Düsseldorf (UKD) in der neuen Focus-Ärzteliste für den Bereich „Brustkrebs und gynäkologische Tumoren“ vertreten. Neben Klinikdirektorin Prof. Dr. Tanja Fehm wird auch Dr. Jürgen Hoffmann aus dem Brustzentrum der Klinik empfohlen. Die Liste wird durch ein unabhängiges Recherche-Institut für das Nachrichtenmagazin seit 1995 erstellt und in der Ausgabe April/Mai 2018 des Magazins „Focus Gesundheit“ aktuell veröffentlicht.

Prof. Dr. Tanja Fehm, Direktorin der Frauenklinik am Universitätsklinikum Düsseldorf. Foto: UKD

Brustkrebs-Patientinnen werden im spezialisierten Brustzentrum der Düsseldorfer Uniklinik versorgt. Zu den Versorgungsangeboten zählt auch eine genetische Beratung zur Klärung des familiären Brustkrebsrisikos. Die UKD-Frauenklinik ist hier bundesweit eines von 17 universitären Zentren, die sich der Beratung und Betreuung der Frauen und ihrer Familien widmen, wenn es einen Verdacht auf familiär bedingten Brist- oder Eierstockkrebs gibt.

Dafür bietet das Klinikum eine spezielle Tumorrisiko-Sprechstunde an. Hintergrund: Jede zehnte Frau entwickelt im Laufe ihres Lebens einen bösartigen Tumor der Brustdrüse. Somit ist die Wahrscheinlichkeit, eine betroffene Verwandte in der Familie zu haben, entsprechend groß. Viele Frauen stellen sich daher die Frage, ob sie den Brustkrebs der Mutter, Großmutter oder Tante erben und – wenn sie selbst erkrankt sind – an ihre Töchter weitervererben können. Prof. Fehm: „Fakt ist: In den meisten Fällen tritt Brustkrebs zufällig auf, wird also nicht vererbt. Es gibt aber auch Formen, die an die nächsten Generationen weitergegeben werden können. Dies kann unter Umständen durch eine Genanalyse bestätigt oder widerlegt werden. Und natürlich erläutern wir auch die Früherkennung- und Vorbeugemaßnahmen für Brust- und Eierstockkrebs.“

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EU-Forschungsförderung: Projekte an HHU und UKD unter den Gewinnern

Das Land Nordrhein-Westfalen will Hochschulen und Uniklinika im Rahmen der europäischen Forschungs- und Innovationsförderung stärken und stellt dafür in der dritten Runde des Wettbewerbs PROMISE 1,5 Millionen Euro bereit.

PROMISE steht für „PROjektManagement und Innovative Strukturen zur Stärkung der Beteiligung an Europäischen Rahmenprogrammen für Forschung und Innovation an Hochschulen und Universitätsklinika in Nordrhein-Westfalen“. In der aktuellen Runde des Wettbewerbs hat die Jury elf Anträge mit 14 beteiligten Hochschulen und Uniklinika ausgewählt. Dabei sind auch zwei Projekte aus Düsseldorf: ProHorizon2020, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, und EUProMed, Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Düsseldorf.

Mit den 1,5 Millionen Euro können die Wettbewerbsgewinner Projektmanagementstrukturen aufbauen, weiterentwickeln und umsetzen. Damit soll die Beantragung von EU-Mitteln und eine stärkere Vernetzung auf europäischer Ebene unterstützt werden. Das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizont 2020“ leistet als europäisches Förderprogramm einen wichtigen Beitrag zum Aufbau einer wissens- und innovationsgestützten Gesellschaft und einer wettbewerbsfähigen Wirtschaft in Europa.

Die Düsseldorfer Projekte

ProHorizon2020

Die Heinrich-Heine-Universität weitet Maßnahmen aus, die das Potenzial für EU-Projekte an der HHU identifizieren und die Wahrnehmung von Horizon 2020 erhöhen: Dabei geht es u.a. um ein systematisches Matching von EU-Förderprogrammen mit der Forschungslandschaft in der HHU und ihren Schwerpunkten. Strategisches Fördercoaching sowie ein spezifisches Informationsangebot, z.B. mit neuen Veranstaltungsformaten, sowie die Einrichtung spezifischer Förder-Fonds für EU-Aktivitäten ergänzen das Konzept. Das Projekt führt Expertisen der Abteilung Forschung und Transfer, dem Junior Scientist and International Researcher Center (JUNO) sowie dem Gleichstellungsbüro der HHU zusammen.

EUProMed

Die Horizon2020-Projekte stellen aufgrund hoher Komplexität in der Beantragung und Durchführung besondere Anforderungen an Wissenschaft und Verwaltung. Daher werden Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät eine spezialisierte Servicelinie für Beratung und Management schaffen. Sie ist integriert in das Servicecenter Forschung. Es besteht dann erstmals aus einem Projektteam, das die Kernkompetenzen zur EU-Forschungsförderung institutionsübergreifend bündelt. Teil des Projektes ist auch eine Erhebung bisheriger Beteiligungshemmnisse sowie intensive Information über Beratungs- und Unterstützungsangebote für die Wissenschaftler.

Im Wettbewerb PROMISE werden Projekte unterstützt, die vorrangig auf die nachstehenden sechs Module ausgerichtet sind:

  1. Erhöhung des absoluten und prozentualen Anteils der Horizont 2020-Fördermittel an den von der Einrichtung eingeworbenen Drittmitteln,
  2. Erhöhung der Anzahl der Koordinationen von Horizont 2020-Projekten,
  3. Erhöhung der Anzahl der eingeworbenen ERC-Grants,
  4. Erhöhung des Frauenanteils in allen Fördervorhaben,
  5. Erhöhung der Beteiligung in EU-Gremien,
  6. Ausbau der internationalen Kooperationen mit den EU-13-Länder.

Die Beteiligung nordrhein-westfälischer Akteure an der europäischen Forschungs- und Innovationsförderung und auch an den dadurch entstehenden Wissens- und Innovationsnetzwerken ist ein zentrales Anliegen der Landesregierung Nordrhein-Westfalens.

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Zwei Lehrende der HHU erhalten Förderung für digitale Lehrprojekte

Die Heinrich-Heine-Universität (HHU) kann sich über zwei erfolgreiche Anträge aus zwei verschiedenen Fakultäten im Rahmen des ,,Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre“, einem gemeinsamen Programm des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft, freuen.

Prof. Dr. Barbara E. Weißenberger (Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Accounting) aus der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät wird für ihr Projekt Vom Inverted Classroom zum flexiblen Integrated Classroom – Neue Wege für die Hochschullehre im Fach Accounting mit rund 45.000 Euro gefördert, um ihr innovatives Lehrprojekt weiter auszubauen.
Dr. Ruben Sengewein (Poliklinik für Rheumatologie) aus der Medizinischen Fakultät erhält 50.000 Euro für die Umsetzung seines Konzepts Das SPRINT-Seminar.

Mehr als 180 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler hatten sich für das gemeinsame Programm des Stifterverbandes und des Landes beworben. 43 Lehrende von 15 Hochschulen werden in der aktuellen Förderrunde des Programms „Fellowships für Innovationen in der digitalen Hochschullehre“ bei der Einführung innovativer digitaler Lehrvorhaben nun für ein Jahr unterstützt.

Die erfolgreichen Bewerbungen zeigen, dass sich der Trend aus dem letzten Jahr weiter fortsetzt: Inverted-Classroom-Modelle finden immer mehr Einzug in die Lehre. Studierende können ihr Studium mit digitalen Modulen personalisieren sowie flexibler und praxisnäher ausrichten und ihren digital bereitgestellten Lernstoff zu Hause erarbeiten.

Projektbeschreibungen:

Prof. Dr. Barbara E. Weißenberger: Vom Inverted Classroom zum flexiblen Integrated Classroom – Neue Wege für die Hochschullehre im Fach Accounting

Insbesondere in den weiterführenden Veranstaltungen im Fach Accounting besteht aufgrund komplexer Inhalte ein umfangreicher Bedarf an Präsenzlehre. Zudem müssen aufgrund der hohen Veränderungsdynamik von Normen und Praktiken regelmäßig umfassende Aktualisierungen vorgenommen werden. Beides sind zunächst Hinderungsgründe für die Umsetzung medial angereicherter Veranstaltungsformen.

Das Konzept adressiert diese Problematik, indem die Idee des Inverted Classroom-Konzepts weiterentwickelt wird: Präsenzlehre wird mittels Lehrvorträgen sowie Workshop- und Diskussionsformaten geschickt mit E-Tutorials verzahnt, so dass Studierende das in den Veranstaltungen im Fach Accounting angestrebte hohe Kompetenzniveau deutlich besser erreichen. Denn auf diese Weise kann in der Präsenzlehre – anders als bei traditionellen Konzepten – der Schwerpunkt vor allem auf die Vermittlung von anwendungsbezogenen bzw. kritisch reflektierenden Fähigkeiten gelegt werden, weil die Vermittlung von Detailwissen zu den dahinter liegenden Mechanismen und ihren komplexen Einzelschritten in E-Tutorials verlagert wird.

Dr. Ruben Sengewein: Das SPRINT-Seminar

Das SPRINT-Seminar ist ein innovativer Online-Kurs für Mediziner, bei dem Patientenfälle über das Smartphone in Echtzeit bearbeitet werden.

SPRINT kombiniert drei empirische Lernmethoden: SPaced-, Retrieval- und Interleaved- Learning (=SPRINT). Erstmalig werden diese digital im Medizinstudium umgesetzt. Die Studierenden lernen ein neues Krankheitsbild ab jetzt nicht mehr in einer Stunde, sondern über ein ganzes Semester. Das Ziel: Ein höherer und dauerhafter Lerneffekt.

Für drei Fälle wurden Fragenkaskaden entwickelt, die eine hohe Variabilität bieten: Kein Kurs verläuft gleich! Die Studierenden müssen dabei selber Entscheidungen im Sinne der Gesundheit der Patienten treffen. Feedback erhalten sie durch den Krankheitsverlauf.

Das SPRINT-Seminar ist zudem ein effektives Analyse-Tool, ob und wie sich Studierende – anders als mit einer Prüfung – zum Lernen motivieren lassen. Dafür werden komplexe Techniken aus der Spieleindustrie in SPRINT eingesetzt (,,Gamification“). In Zukunft können auch andere Dozenten die Studierenden an selbsterstellten Fällen teilhaben lassen. Ziel ist es SPRINT als dauerhaftes Lerntool zu verstetigen.

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Heinrich-Heine-Ausgründer entwickeln Medikamente gegen Alzheimersche Krankheit

Die Entwicklung neuartiger Therapien und Medikamente zur Behandlung beispielsweise der Alzheimer-Krankheit ist der Schwerpunkt einer Ausgründung aus dem Forschungszentrum Jülich und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Die Priavoid GmbH mit dem Gründer Prof. Dieter Willbold und seinem Team hat vor wenigen Tagen ihre Arbeit aufgenommen. Die Wissenschaftler haben einen Wirkstoffkandidaten zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit entwickelt, zu welchem nun die präklinischen Tests abgeschlossen sind. Unterstützt wurden sie u. a. vom Forschungszentrum Jülich, dem Helmholtz Validierungs-Fonds, der Universität Düsseldorf und der Volkswagenstiftung.

Priavoid ist ein biopharmazeutisches Unternehmen, das sich auf die Entwicklung neuartiger Therapien für Patienten mit Erkrankungen des Zentralnervensystems konzentriert. Dabei stehen neurologische Erkrankungen im Fokus, die von fehlgefalteten und aggregierten Proteinen verursacht werden.

Die Alzheimer-Krankheit tritt auf, wenn harmlose Proteinmoleküle, sogenannte Monomere, zu schädlichen toxischen Oligomeren verklumpen, die die Verbindungen zwischen Nervenzellen und letztlich auch die Nervenzellen selbst schädigen. Die Monomere werden ständig im Menschen produziert, ohne zur Krankheit zu führen. Die toxischen Oligomere bilden sich selten und zufällig, doch über längere Zeiträume mit immer höherer Wahrscheinlichkeit. Das ist vermutlich der Grund, warum das Alter eines Menschen der größte Risikofaktor für Alzheimer ist.

Priavoid hat einen Wirkstoffkandidaten zur Behandlung der Alzheimer-Krankheit entwickelt, welcher alle erforderlichen präklinischen Sicherheits- und Toxizitätstests absolviert hat und nun vor einer Zulassung für die „Klinische Phase-I“ steht. In dieser Phase wird das Medikament an gesunden Freiweilligen getestet, um es auf unerwünschte Nebenwirkungen zu prüfen. Die Behandlungsstrategie von PRI-002 liegt darin, dass die toxischen Oligomere durch den Wirkstoffkandidaten eliminiert werden. Die orale Verabreichung von PRI-002 führte bei Mäusen mit alzheimerähnlichen Symptomen zu einer kognitiven Leistungsverbesserung.

„Viele Forschungsgruppen sowie die pharmazeutische Industrie versuchen, die Produktion der Monomere zu reduzieren, um die Wahrscheinlichkeit der Oligomer-Bildung präventiv zu verringern“, erklärt Dieter Willbold, Aufsichtsrat der Priavoid GmbH und Direktor am Institut für Strukturbiochemie. „Einige wenige andere Ansätze versuchen ebenfalls, die Oligomere ins Visier zu nehmen, und zwar mit Antikörpern, die zwar an Oligomere binden, diese aber dadurch nicht direkt zerstören, sondern auf Komponenten des Immunsystems hoffen müssen, die die Antikörper-markierten Oligomere möglicherweise abbauen. Unsere Therapie-Strategie ist jedoch völlig anders. Mit unserem speziell entwickelten Wirkstoffkandidaten zielen wir auf bereits ausgebildete Oligomere. Wir eliminieren sie direkt, ohne dass wir uns auf die Hilfe des Immunsystems verlassen müssen.“

Dr. Ralph Zahn, Geschäftsführer der Priavoid GmbH meint dazu: „Die positiven Ergebnisse aller bisherigen Studien haben uns darin bestärkt, den nächsten Schritt in Richtung einer klinischen Studie zu unternehmen.“ Bis zur möglichen Zulassung eines Medikaments vergehen jedoch im Durchschnitt 7 Jahre vom Start einer Phase I bis zur Marktzulassung.

Quelle: www.fz-juelich.de

NRW-Minister Pinkwart besuchte Düsseldorfer Startup NUMAFERM

Im Rahmen einer aktuellen Tour durch das Rheinland besuchte der neue NRW-Minister für Wirtschaft und Digitalisierung, Andreas Pinkwart, am 15.08.2017 das Biotech-Startup NUMAFERM in Düsseldorf.

NUMAFERM wurde Anfang 2017 als Spin-Off der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gegründet. Das Unternehmen hat sich auf die biotechnologische Produktion von Peptiden spezialisiert und strebt mit seinem patentierten Verfahren eine deutliche Kostensenkung gegenüber bisherigen Ansätzen an. Der Markt für Peptide beläuft sich allein in der Pharmazie auf mehr als 1,4 Mrd. Euro.

Das Unternehmen hat im vergangenen Mai seine erste Finanzierungsrunde im siebenstelligen Bereich abgeschlossen und kooperiert bereits mit mehreren namhaften Unternehmen. Der High-Tech-Gründerfonds, die Qiagen-Mitgründer und BIO.NRW Business Angels Prof. Detlev Riesner und Dr. Jürgen Schumacher sowie der European Investment Fund sind von dem großen Marktpotenzial überzeugt und beteiligen sich.

Ziel des Besuchs von Herrn Pinkwart war es, das Gründerteam kennen zu lernen und insbesondere über die Gegebenheiten für innovative High-Tech-Startups am Standort NRW zu sprechen.

 

Quelle: www.bio.nrw.de

Ansprechpartner:

Philipp Bürling
NUMAFERM GmbH
Merowingerplatz 1a
40225 Düsseldorf
Telefon: +49 211 97532901
Mobil: +49 173 6830996
E-Mail: philipp.buerling@numaferm.com

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