Grüne Welle mit App für Radfahrer

Nach 25-monatiger Laufzeit ist jetzt das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) geförderte Forschungsvorhaben „KoMoD – Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf“ zu Ende gegangen. Ein Ergebnis: Die App ‚traffic pilot‘ für Radfahrer.

Auf einer 20 Kilometer langen Teststrecke wurden neue Technologien der Fahrzeug-Infrastruktur-Vernetzung sowie des vernetzten und hochautomatisierten Fahrens implementiert und unter Realbedingungen getestet. Die Ergebnisse dieser Tests sind im Rahmen einer Abschlussveranstaltung am Montag, 1. Juli, auf dem Außengelände der Jugendherberge Düsseldorf, präsentiert worden. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch den Minister für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Hendrik Wüst und durch Thomas Geisel, den Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Auf der Teststrecke in Düsseldorf konnte erstmals der vernetzte und teilautomatisierte Straßenverkehr auf Autobahnen und gleichzeitig im innerstädtischen Betrieb getestet werden. Auf Streckenabschnitten der Autobahnen A57 und A52, am Heerdter Dreieck, im Rheinalleetunnel, auf der Rheinkniebrücke, im Stadtteil Friedrichstadt und am Vodafone-Parkhaus konnten so viele Szenarien erprobt werden, in denen Autos mit der jeweiligen Verkehrsinfrastruktur kommunizierten. Auf der Luegallee in Oberkassel konnte mit dem Fahrrad die in KoMoD entwickelte Smartphone App „traffic pilot“ erprobt werden.

„Innovative Technologien wie das automatisierte Fahren werden Mobilität entscheidend verändern. Der Verkehr wird sicherer und effizienter. Ziel der Landesregierung ist es, dass diese zukunftsweisenden Technologien in NRW erforscht, entwickelt, getestet und am besten auch hier produziert werden“, sagte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. „KoMoD zeigt, wo es in der Verkehrspolitik hingeht: in die digitale und vernetzte Mobilität der Zukunft.“

Oberbürgermeister Thomas Geisel betonte: „Mit dem Projekt KoMoD wird in Düsseldorf an der Mobilität der Zukunft gearbeitet. Das vernetzte und zukünftig automatisierte Fahren wird einen wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit sowie der Verkehrseffizienz leisten. Gleichzeitig werden Lärm- und Luftschadstoffe reduziert. Besonders freue ich mich darüber, dass die erste Anwendung aus KoMoD, die in den Realbetrieb überführt wird, das Radfahren unterstützt und damit attraktiver macht. Die Smartphone App ‚traffic pilot‘ zeigt die richtige Geschwindigkeit für Radfahrer, um in der ‚Grünen Welle‘ zu bleiben und steht ab sofort zum Herunterladen zur Verfügung.“

Die Präsentation der Testergebnisse war eine Kombination aus Live-Präsentationen der Use Cases/Testfahrten mit Auto, Bus und Fahrrad, Besichtigung der Verkehrs- und Tunnelleitzentrale der Landeshauptstadt Düsseldorf (VTLZ), Fahrt zum Vodafone-Parkhaus (Smart Parking), Ausstellung mit Infosäulen, an denen Detailinformationen zu den Use Cases präsentiert wurden, Exkursion zu einer kooperativen Lichtsignalanlage sowie ein Fahrsimulator. Im Fahrsimulator konnte die gesamte Teststrecke befahren und die einzelnen Use Cases virtuell erlebt werden.

Das Projekt KoMoD

Das Projekt „KoMoD – Kooperative Mobilität im digitalen Testfeld Düsseldorf“ ist Teil des Förderprogramms „Automatisierung und Vernetzung im Straßenverkehr“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Das Gesamtprojektvolumen beläuft sich auf 14,8 Millionen Euro, bei einem Fördervolumen von 9 Millionen Euro.

Unter Federführung der Landeshauptstadt Düsseldorf haben das Land Nordrhein-Westfaen, vertreten durch Straßen.NRW, diverse Unternehmen und wissenschaftliche Institutionen im Projekt KoMoD gemeinsam am Straßenverkehr der Zukunft gearbeitet.

Entwicklung

Im Juni 2018 wurde der interne Testbetrieb aufgenommen und seit Januar 2019 steht das digitale Testfeld auch Dritten zur Nutzung offen. Die Fahrzeuge fahren auf Basis des Informationsaustauschs teilautomatisiert auf der Teststrecke. Dabei werden die Fahrer durch die Informationen der Verkehrsinfrastruktur unterstützt.

Fahrt im Testfeld

Bei der Fahrt im Testfeld erhalten die Versuchsfahrzeuge jene Informationen, die den übrigen Verkehrsteilnehmern über die verkehrstechnischen Anlagen an der Strecke angezeigt werden, digital für eine Verarbeitung durch das Fahrzeug. Alternativroutenempfehlungen und Informationen zu freien Parkplätzen setzt das Navigationssystem um. Zulässige Höchstgeschwindigkeiten und Warnhinweise, etwa zu Baustellen und Sperrungen der Verkehrsbeeinflussungsanlagen auf der A57 und im Rheinalleetunnel, wie auch die innerstädtischen Ampelprognosen werden angezeigt und zur Längssteuerung (Bremsen und Beschleunigen) der Fahrzeuge verwendet. Die Fahrzeuge dienen zudem als mobile Sensoren, die Gefahrensituationen, Unfälle und Störungen im Testfeld erkennen, um diese an die Fahrer und die Infrastruktur zu kommunizieren.

Vollautomatisiertes Ein- und Ausparken

Im Vodafone-Parkhaus wird einem Testfahrzeug in Abhängigkeit von der aktuellen Belegungssituation ein Parkplatz zugewiesen. Das Fahrzeug fährt daraufhin selbständig zu diesem Parkplatz und parkt vollautomatisiert ein und auch wieder aus.

ÖPNV-Beschleunigung und Radfahrer-Service

Das Projekt ist verkehrsträgerübergreifend: Die Rheinbahn testet zusammen mit der Landeshauptstadt Düsseldorf neue Beschleunigungsverfahren für Busse und Bahnen an den städtischen Ampeln. Die neue Smartphone App „traffic pilot“ für Radfahrer kann ab sofort aus dem App Store (iOS) und dem Play Store (Android) heruntergeladen werden. Damit können die Radler komfortabel auf der „grünen Welle reiten“. Die App zeigt ihnen die dafür richtige Geschwindigkeit an.

Ausdehnung auf das gesamte Stadtgebiet geplant

Neben der Teststrecke in Oberkassel ist zunächst ein Gebiet in der Friedrichstadt freigeschaltet. Es ist geplant, den Service bis Ende des Jahres sukzessive auf das ganze Stadtgebiet zu auszudehnen. Detailinformationen zu den gezeigten Use Cases können der Projektbroschüre entnommen werden. Weitere Informationen zu den einzelnen Testfeldern und den 13 Use Cases sind im Internet unter www.komod-testfeld.org verfügbar.

Ein Video zu diesem Thema finden Sie im Laufe des Tages auf YouTube unter:
www.youtube.com/stadtduesseldorf.

Quelle & weitere Informationen unter: www.duesseldorf.de

Treibstoff für Innovationen: Evonik verdoppelt Venture Capital

Evonik legt einen zweiten Fonds für Wagniskapital auf. Mit einer Einlage von 150 Mio. € wird das Gesamtvolumen auf 250 Mio. € mehr als verdoppelt.

  • Zweiter Fonds umfasst 150 Millionen €
  • Zugang zu digitalen Technologien, potentiellen Übernahmezielen und Innovationsführern
  • Weltweit aktiv: Beteiligungen in Europa, Nordamerika, Asien und Israel

Essen. Evonik legt einen zweiten Fonds für Wagniskapital auf. Mit einer Einlage von 150 Mio. € wird das Gesamtvolumen auf 250 Mio. € mehr als verdoppelt. Der neue Venture-Capital-Fonds soll dem Konzern den Zugang zu zukunftsweisenden Technologien und innovativen Geschäftsmodellen sichern. Darüber hinaus dient dieser Schritt zur Unterstützung der digitalen Transformation von Evonik sowie der frühzeitigen Identifikation potentieller Übernahmeziele.

„Investitionen in und Kooperationen mit Start-up-Unternehmen sind von strategischem Wert und schaffen neue Wachstumsmöglichkeiten”, sagt Dr. Harald Schwager, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender von Evonik und zuständig für Innovation. „Unsere Venture-Capital-Einheit ist unsere Verbindung zu den Zukunftstechnologien und dem unternehmerischen Denken und Handeln von morgen.“

Geschäftsführer der Evonik Venture Capital GmbH ist Dr. Bernhard Mohr. „Die Erhöhung des Fondsvolumens auf 250 Mio. € unterstreicht unsere Ambition, Evonik Venture Capital als einen der weltweit führenden Investoren im Bereich der Spezialchemie zu etablieren“, sagt Mohr.

Als Wagniskapital-Geber unterstützt Evonik junge Unternehmen nicht nur mit Geld, sondern auch mit der Erfahrung und den Kontakten eines weltweit führenden Spezialchemieunternehmens. Seit 2012 ist der Konzern 25 Beteiligungen eingegangen. Ausgehend von Büros in Deutschland, den USA und China hat die Venture-Capital-Einheit die interessantesten Gründerszenen weltweit im Blick. Die inhaltliche Ausrichtung orientiert sich an jenen vier Geschäftsfeldern, die Evonik als Wachstumskerne ausgemacht hat: Health & Care, Animal Nutrition, Smart Materials und Specialty Additives.

Das Portfolio umfasst Direktinvestitionen und Beteiligungen an Venture Capital-Fonds. Im Portfolio befinden sich Unternehmen wie der israelische Digitaldruck-Spezialist Velox und das Biotechnologie Start-Up Numaferm mit Sitz in Düsseldorf. Anfang 2019 hat Evonik das Portfoliounternehmen Structured Polymers, einen amerikanischen Spezialisten im Bereich 3D-Druck, übernommen.

NRW.BANK: Änderungen des Förderbausteins „NRW.BANK Digitalisierungskredit“

Bei dem Digitalisierungskredit handelt es sich um ein zinsgünstiges Darlehen für mittelständische Unternehmen und freiberuflich Tätige zur Finanzierung von Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben – optional mit einer Haftungsfreistellung der NRW.BANK oder einer Bürgschaft der BÜRGSCHAFTSBANK NRW für das durchleitende Kreditinstitut.

Förderfähig sind Digitalisierungsmaßnahmen in den Bereichen Digitale Produktion und Verfahren, Digitale Produkte, Digitale Strategie und Organisation. Der Investitionsstandort muss in NRW liegen. Eine Antragstellung erfolgt über die Hausbank des Antragstellers.

Folgende Punkte wurden bei diesem Produkt verändert:

Nr. 2 Verwendungszweck:
Ein Hinweis hinsichtlich der Förderung von Mehrwertsteuerbeträgen wurde zusätzlich aufgenommen. Geändert wurde die Formulierung betreffend die Finanzierung von Umschuldungen und Nachfinanzierungen.

Nr. 6 Haftungsfreistellungen (optional):
Ergänzt wurde ein Hinweis zur Risikoteilung bei Darlehen über 10 Mio. €.

Nr. 9 Antrags-/Zusageverfahren:
Ein Nachweis der KMU-Eigenschaften ist nicht mehr erforderlich. Der entsprechende Satz wurde daher gestrichen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:
https://www.nrwbank.de/de/foerderlotse- … ults=false

Quelle: https://www.nrw-innovationspartner.de/

KMU-innovativ: Elektronik und autonomes Fahren

Mit dieser Fördermaßnahme verfolgt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Ziel, das Innovationspotenzial kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) im Bereich der Spitzenforschung zu stärken sowie die Forschungsförderung im Rahmen des Förderprogramms „Mikroelektronik aus Deutschland – Innovationstreiber der Digitalisierung“ in den beiden Gebieten Elektronik und autonomes und vernetztes Fahren insbesondere für erstantragstellende KMU attraktiver zu gestalten.

Dazu hat das BMBF das Antrags- und Bewilligungsverfahren vereinfacht und beschleunigt und die Beratungsleistungen für KMU ausgebaut. Die Bekanntmachung adressiert innerhalb der beiden Gebiete Elektronik und autonomes und vernetztes Fahren ein breites Themenspektrum. KMU sind innerhalb dieser Bereiche vielfach erfolgreich – zum Beispiel in der Sensorik, der Aktorik, der Aufbau- und Verbindungstechnik, bei Komponenten und in der Systemintegration.

Mit Ihrem Beitrag haben Sie entscheidenden Anteil daran, dass Deutschland in den Elektronikanwenderbranchen wie der Industrieautomatisierung, der intelligenten Mobilität, der Medizintechnik und der Energietechnik wettbewerbsfähig ist. Wichtige Förderkriterien sind Exzellenz, Innovationsgrad und die Bedeutung des Beitrags zur Lösung aktueller gesellschaftlich relevanter Fragestellungen.

Die Fördermaßnahme ist Teil der Hightech-Strategie 2025 „Forschung und Innovation für die Menschen“ der Bundesregierung
(www.hightech-strategie.de) und des Zehn-Punkte-Programms des BMBF für mehr Innovation in KMU „Vorfahrt für den Mittelstand“. Sie stärkt die Position von KMU in Deutschland in der Schlüsseltechnologie Mikroelektronik und soll über KMU-getriebene Innovationen dazu beitragen, die Rolle Deutschlands im Wachstumsmarkt Mobilität auszubauen.

Nähere Informationen finden Sie unter https://www.bmbf.de/foerderungen/bekann … -2154.html

Quelle: https://www.nrw-innovationspartner.de/

Fast jede fünfte KMU-Website mit eklatanten Mängeln

von – 10.10.2018
Wie aus einer Untersuchung des Internetverbands eco hervorgeht, sind viele Webseiten von Unternehmen in Deutschland nur unzureichend abgesichert. Daher bestehe akuter Handlungsbedarf.
Fast jede fünfte Website von kleinen und mittelständischen Unternehmen in Deutschland weist einer aktuellen Analyse zufolge „eklatante Sicherheitsmängel“ auf. Es bestehe akuter Handlungsbedarf, sagte Peter Meyer, Sicherheitsexperte des Internetverbands eco. Insgesamt sind demnach 52 Prozent der geprüften Websites nicht optimal konfiguriert und damit potenzielles Ziel von Cyberangriffen. In einem Gemeinschaftsprojekt untersuchte der Verband gemeinsam mit der Ruhr-Universität Bochum die Auftritte der Unternehmen. Dafür entwickelten die Partner einen Website-Scanner, den sie Unternehmen auch kostenlos zur Identifikation von Sicherheitslücken zur Verfügung stellen.

Insgesamt prüfte das Gemeinschaftsprojekt „Siwecos“ 1100 Websites. Lediglich 67 Prozent von ihnen nutzen demnach das Protokoll HTTPS, das sich längst als Standard für sichere und vertrauensvolle Verbindungen etabliert hat. Auch vor Phishing-Angriffen schützen sich viele Betreiber nicht: 40,5 Prozent der untersuchten Websites haben demnach maschinell auslesbare Telefonnummern auf ihrer Startseite, 44,1 Prozent E-Mail-Adressen im Klartext. Cyberkriminelle oder Spammer griffen solche Informationen gerne automatisiert von Websites ab, sagte Meyer.

Lücken direkt im CMS

In einer YouGov-Umfrage unter 255 IT-Verantwortlichen in kleinen und mittelständischen Unternehmen schätzten zudem weniger als die Hälfte der Befragten (42 Prozent), dass ihr Internetauftritt sicher oder sehr sicher sei. 39 Prozent halten demnach ihre Website nur für teilweise sicher, 11 Prozent für unsicher. 12 Prozent der Websites seien jedoch bereits erfolgreich angegriffen worden. Dabei wüssten viele Firmen nicht, dass die Software hinter der Website, das Content Management System (CMS), Sicherheitslücken habe, sagte Meyer. Der eco rät Unternehmen deshalb, ihr CMS mit Hilfe des bereitgestellten Scanners zu überprüfen.

Quelle & weitere Informationen: www.com-magazin.de

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