IHK Düsseldorf wirbt für Inklusion und Vielfalt

Anlässlich des bundesweiten Diversity-Tages (28. Mai) informierte die IHK Düsseldorf gemeinsam mit der Kadomo GmbH in Hilden für die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung.
„Wir wollen für Inklusion und Vielfalt in der Wirtschaft werben, und wo könnten wir das besser tun als in einem Unternehmen, das sich hier bereits seit vielen Jahren vorbildlich verhält“, fragte zu Beginn IHK-Geschäftsführer Dr. Ulrich Biedendorf.
Mehr als ein Drittel der Kadomo-Mitarbeiter haben ein Handicap, Frauen in Führungspositionen werden gefördert und Menschen verschiedenster Nationalitäten beschäftigt.
„Wir sehen eine Behinderung nicht als Herausforderung, sondern als Zusatzqualifikation“, erklärt dazu Geschäftsführer Frank Rösner.
Kadomo baut erfolgreich Fahrzeuge behindertengerecht um. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Beeinträchtigung können Kunden auf Augenhöhe beraten. Der barrierefrei gestaltete Betrieb erfüllt die Kriterien für ein anerkanntes Integrationsprojekt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR).
Ansprechpartner für interessierte Unternehmen ist in der IHK Düsseldorf seit Juni 
Inklusionsberater André Lutz Overrath,
Telefon 0211 3557-431,
E-Mail: overrath@duesseldorf.ihk.de
Während der Veranstaltung konnten zwei weitere Unternehmen für eine Selbstverpflichtung zur Vielfalt gewonnen werden:
IHK-Vollversammlungsmitglied Vera Calasan, Vorstandsvorsitzende der von ihr gegründeten Excellence AG – German Engineering, Düsseldorf, unterzeichnete noch am selben Tag die „Charta der Vielfalt“, ein weiteres Unternehmen wird dies in den nächsten Tagen nachholen.
Charta der Vielfalt
© Ingo Musial
Vera Calasan, Vorstandsvorsitzende der von ihr gegründeten Excellence AG – German Engineering, Düsseldorf, und Stephan Jäger, IHK Düsseldorf.
„Wir hoffen, dass noch viele weitere Betriebe sich der Charta der Vielfalt anschließen, denn gelebte Diversity sorgt für ein gutes Betriebsklima und unterstützt die Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diversity trägt in Zeiten zunehmenden Fachkräftebedarfs zu einer zukunftsfähigen Unternehmenskultur bei und wird damit zu einem echten Wettbewerbsvorteil“, so Biedendorf abschließend.
Hintergrund:
Die Charta der Vielfalt setzt sich für die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in die Unternehmenskultur in Deutschland ein, frei von Vorurteilen. Unternehmen und Organisationen profitieren, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.
Betriebe, die die Charta der Vielfalt beitreten, profitieren vom großen Netzwerk der Charta der Vielfalt in Deutschland: 3.000 Unternehmen und Institutionen mit insgesamt 10,4 Millionen Beschäftigten haben die Charta der Vielfalt bereits unterzeichnet und kontinuierlich kommen neue Unterzeichner hinzu.
Aus dem IHK-Bezirk Düsseldorf haben bisher 106 Unternehmen und Organisationen die Charta der Vielfalt unterzeichnet, davon 88 aus Düsseldorf und 18 aus dem Kreis Mettmann.

Quelle & weitere Informationen unter www.duesseldorf.ihk.de

Expat Service Desk mit erfolgreicher Bilanz

Die Erfolgsstory des „Expat Service Desk ME &DUS“ geht weiter und daher setzen die Landeshauptstadt Düsseldorf, der Kreis Mettmann und die IHK Düsseldorf ihre Zusammenarbeit fort.
IHK-Hauptgeschäftsführer Gregor Berghausen erklärt das IHK-Engagement wie folgt:
„Der Expat Service Desk ME & DUS ist gelebte Willkommenskultur und eine Hilfestellung gerade auch für mittelständische Unternehmen, die nicht auf große eigene Personalabteilung zurückgreifen können. Die IHK bringt sich in dieses Gemeinschaftsprojekt gern mit ihrem Know-how in der Weiterbildung, bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und bei ausländerrechtlichen Verfahren ein.“
Die Region Düsseldorf – Kreis Mettmann ist eine der internationalsten Regionen Deutschlands.
Eine wichtige Basis hierfür ist das internationale Angebot an Fach- und Führungskräften.
Unternehmen beim Einsatz internationaler Angestellter zu unterstützen, ist Aufgabe des vor drei Jahren gegründeten „Expat Service Desk ME &DUS“, der seinen Sitz in der IHK Düsseldorf hat.
Die Servicestelle berät Unternehmen und Expats in allen Themen, die das Leben und Arbeiten in der Region betreffen, wie aufenthaltsrechtliche und behördliche Verfahren, Weiterbildung, internationale und lokale Netzwerke, Einschulung und Kinderbetreuung etc.
Beraten hat das zweiköpfige Projektteam in den letzten drei Jahren 800 Unternehmen und mehr als 1.600 Einzelpersonen.
Darüber hinaus bot der Expat Service desk 30 Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an.
Nach Auslaufen der bisherigen EU-Förderung setzen die drei Träger das Projekt seit 1. Juli 2019 in eigener Trägerschaft fort.

Quelle & weitere Informationen unter: www.duesseldorf.ihk.de

HHU fördert Forschungsprojekte mit Bürgerbeteiligung

– bis 16. September Antrag stellen

Die Heinrich-Heine-Universität versteht sich als Bürgeruniversität. Sie sucht aktiv den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft und stellt dafür Mittel für Forschung, Lehre sowie Wissens- und Erkenntnistransfer bereit. Zur Finanzierung von Projekten mit Bürgerbeteiligung in der Forschung schreibt die Universität Düsseldorf aktuell einen internen Förderfonds mit einem Gesamtvolumen von 140.000 Euro aus. Das themenoffene Programm beinhaltet zwei Förderlinien: Zum einen werden Forschungsprojekte mit partizipativem Ansatz unter aktiver Bürgerbeteiligung finanziert, zum anderen Drittmittelprojekte. Bis zum 16. September können promovierte Forschende aller Fakultäten der HHU einen Antrag bei der Stabsstelle Bürgeruniversität einreichen.

Ziel des Programms ist es, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der HHU dabei zu unterstützen, in ihren Forschungsprojekten die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern sowie Vertreterinnen und Vertretern der organisierten Zivilgesellschaft auszubauen. Das kann von der gemeinsamen Erarbeitung eines Projektantrags (Co-Design, Multi-Stakeholder-Ansatz) über die Beteiligung bei der Durchführung von Projekten (Citizen-Science) bis hin zur Überführung in die Anwendung reichen. Die gewählten Ansätze können sich je nach Forschungsfeld und der Ausrichtung des speziellen Forschungsprojekts unterscheiden, sollen aber echten Mehrwert für die Forschung generieren.

Darüber hinaus soll der Förderfonds dazu beitragen, der Bevölkerung wissenschaftliche Prozesse und die Arbeit von Forschenden näher zu bringen und auf diese Weise Barrieren zwischen Wissenschaft und Gesellschaft abzubauen.

undefinedWeiterführende Informationen zur Ausschreibung

Neuer HHU-Förderfonds beinhaltet zwei Linien

Das Programm hat zwei Förderlinien. In Förderlinie 1 können Personal- und Sachmittel mit einer max. Fördersumme über 60.000 Euro pro Projekt und einer Laufzeit von max. zwei Jahren gefördert werden. In der Förderlinie 2 geht es um die Anschubfinanzierung von Drittmittelanträgen (max. 15.000 Euro pro Projekt für max. 12 Monate), bei denen in der Antragsphase Bürgerinnen und Bürger bei der Entwicklung der gemeinsamen Forschungsfrage mit einbezogen werden sollen. Dies kann z. B. bei Anträgen beim BMBF oder im EU-Forschungsrahmenprogramm die Erfolgsausschichten steigern.

Informationsveranstaltung am 10. Juli

Zur Unterstützung bei der Antragstellung findet für alle Interessenten eine Informationsveranstaltung am 10. Juli 2019 von 10:00 bis 13:00 Uhr im Vortragsraum der ULB (Gebäude 24.41) statt. Expertinnen und Experten stellen die Grundsätze und Herangehensweisen bei Forschungsprojekten mit Bürgerbeteiligung sowie im Bereich der „Citizen Science“ vor. Sie erläutern anhand zahlreicher Praxisbeispiele die Bandbreite von Beteiligungsformaten von der gemeinsamen Erarbeitung eines Projektantrags über die Beteiligung bei der Durchführung von Projekten bis hin zur Überführung in die Anwendung. Der interne Förderfonds zur Finanzierung von Forschungsprojekten mit Bürgerbeteiligung wird vorgestellt.

undefinedZum Programm am 10. Juli 2019

Einreichungsfrist für Anträge ist 16. September 2019.

Kontakt:

Isabel Strauß
Stabsstelle Bürgeruniversität
Isabel.strauss(at)hhu.de

Tel.: 0211 81-10989

Quelle & weitere Informationen unter: www.uni-duesseldorf.de

Wettbewerb für Start-ups

Düsseldorf: Die Vereine MED+ und AngelEngine schreiben Sachpreise im Wert von mehr als 15.000 Euro aus.

Das Düsseldorfer Netzwerk für die Gesundheitswirtschaft, MED+, und AngelEngine, ein Verein, der junge Unternehmer berät, wollen innovative Start-ups aus der Gesundheitsbranche fördern und die „Gesundheitsplayer“ in der Stadt besser vernetzen. Deswegen schreiben sie nun einen sogenannten Pitch-Wettbewerb für Düsseldorfer Start-ups aus. „Kreative junge Unternehmer sind aufgerufen, sich zu bewerben und ihre innovativen Ideen zu präsentieren, mit denen sie sich den Herausforderungen der Gesundheitswirtschaft stellen wollen“, sagt Joachim Poetsch, Vorstandsmitglied von MED+.

Ein Komitee wird – unter Berücksichtigung von Faktoren wie Innovationsgehalt, Nutzen und Nachhaltigkeit – aus allen Bewerbern fünf Projektideen für das Finale „d-health up“ am 19. November 2019 auswählen. Eine Fachjury wird während der Veranstaltung die Gewinner ermitteln. Finalisten und Gewinner können sich auf Sachpreise im Wert von mehr als 15.000 Euro freuen. Alle fünf Finalisten erhalten ein Pitch-Training und individuelle Kommunikationsworkshops von den Beratern von AngelEngine. Bewerbungen sind bis 31. Juli 2019 auf http://d-healthup.de/ möglich.

Die Gesundheitswirtschaft ist ein stark wachsender Zukunftsmarkt, allein in Düsseldorf sind rund 90.000 Beschäftigte in dieser Branche tätig. Aufgrund des demografischen Wandels steigt auch in Düsseldorf der Bedarf an Gesundheitsleistungen stetig an. Gleichzeitig ist – wie in vielen anderen Branchen – der Fachkräftemangel deutlich spürbar. „Deshalb ist es wichtig, junge, innovative Unternehmer dabei zu unterstützen, ihre Chancen in diesem Markt zu nutzen und ihnen den Eintritt zu erleichtern“, sagt Poetsch.

Quelle & weitere Informationen unter: www.startups.rp-online.de

Mittelständische Unternehmen bremsen freiwillig ihr Wachstum

Zu diesem Schluss kommt Prof. Dr. Devrimi Kaya von der RUB gemeinsam mit Kollegen der London Business School und der University of Washington nach einer empirischen Analyse, in die Daten von hunderttausenden Unternehmen aus zwölf europäischen Ländern eingingen.

In der Europäischen Union sind Kapitalgesellschaften ab einer bestimmten Größe verpflichtet, ihre Jahresabschlüsse detailliert offenzulegen. Um sich dieser Pflicht zu entziehen, bremst der Mittelstand in Deutschland und Europa bewusst sein Wachstum, um wettbewerbsrelevante Informationen nicht preisgeben zu müssen.

Verzicht auf sieben Prozent Wachstum 

Je kleiner ein Unternehmen ist, desto weniger Geschäftsinformationen wie Umsatzerlöse oder Gewinnmargen muss es offenlegen. Die empirischen Analysen zeigen, dass Unternehmen auf rund sieben Prozent Wachstum verzichten, um sich bewusst klein zu halten. Viele nehmen sogar Ordnungs- und Bußgelder zwischen 2.500 und 25.000 Euro in Kauf, um ihre Bilanzen verspätet zu veröffentlichen. So vermeiden sie, dass die Konkurrenz Einblick in die Geschäftsbücher erhält. Auch andere kostspielige Instrumente, wie den Einsatz von Leiharbeitern, nehmen die Unternehmen in Kauf, um unterhalb eines bestimmten Schwellenwerts von Mitarbeitern zu bleiben.

„Während die Geschäftszahlen von deutschen Mittelständlern öffentlich einsehbar sind, müssen ausländische Partner und Konkurrenten in Nordamerika und Asien überhaupt keine Daten preisgeben“, ergänzt Kaya. So sei die Pflicht zum Offenlegen des Jahresabschlusses eine echte Wachstumsbremse für den deutschen Mittelstand.

Nützlich fürs Benchmarking

In einer zweiten Studie zeigten die Forscher allerdings auch positive Effekte von veröffentlichten Bilanzen auf: Gründerinnen und Gründer nutzen die Daten, um über die Kapitalstruktur ihres eigenen Unternehmens zu entscheiden.

Die Ergebnisse der ersten Studie sind 2018 im „Journal of Accounting and Economics“ erschienen, die zweite Studie ist vorab auf der Plattform SSRN online veröffentlicht.

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