DSGVO soll für KMU weiter gelockert werden

Die DSGVO ist in den Köpfen bereits verankert. Die Anpassung des nationalen Rechts an die Verordnung, welche die Verarbeitung personenbezogener Daten regelt, läuft allerdings noch. Vor wenigen Monaten kündigte sich dabei eine Maßnahme an, die besonders für kleine und mittelständische Unternehmen eine Erleichterung sein soll: Bislang benötigen Betriebe einen Datenschutzbeauftragten, sobald sich zehn Beschäftigte regelmäßig mit personenbezogenen Daten befassen. Diese Grenze sollte dann zunächst auf 20 Beschäftigte angehoben werden – das entsprechende Gesetzgebungsverfahren läuft bereits.

Nun hat sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) in einem Papier zu einer neuen Mittelstandsstrategie geäußert: Die Eckpunkte umfassen unter anderem das Vorhaben, die Schwelle für betriebliche Datenschutzbeauftragte auf ganze 50 Mitarbeiter anzuheben. Für eine deutlich größere Zahl an Unternehmen würde die Pflicht, jemanden mit dem Datenschutz zu betrauen, so entfallen. Mehr.

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Gründungsklima bleibt sehr gut

(RP) Das Gründungsklima in Düsseldorf ist weiterhin sehr gut. Das geht aus dem neuesten NRW-Gründerreport der 16 Industrie- und Handelskammern des Landes hervor. „Der Bericht bescheinigt dem Land insgesamt ein leicht nachgelassenes Gründungsklima.

Das gilt aber nicht für den IHK-Bezirk Düsseldorf.“ Mit diesen Worten fasst Mathias Meinke, Gründungsexperte der IHK Düsseldorf, das Ergebnis des jüngsten Gründerreports zusammen.

Denn rund 75 Prozent der befragten Jungunternehmer sind mit dem Gründungsklima in Düsseldorf und im Kreis Mettmann zufrieden. 77 Prozent würden sogar einem guten Freund empfehlen, sich vor Ort selbstständig zu machen.

Auch mit der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Unternehmen ist die Mehrheit der Geschäftsführer zufrieden. „Rund 63 Prozent der Befragten konnten in den ersten Jahren eine Tragfähigkeit ihrer Selbstständigkeit erreichen“, freut sich Meinke. Etwa drei Viertel der Befragten entschieden sich für eine Neugründung.

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Biologisches Gefahrenpotenzial von Nanopartikeln untersucht

Kohlenstoff-Nanopartikel sind ein vielversprechendes Werkzeug für biomedizinische Anwendungen, etwa für den gezielten Wirkstofftransport in Zellen. Ein Team aus Physik, Medizin und Chemie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) hat nun untersucht, ob diese Partikel für den Organismus potenziell gefährlich sind, beziehungsweise wie Zellen sich der Teilchen wieder zu entledigen versuchen. Die Ergebnisse der interdisziplinären Studie wurden jetzt in der Zeitschrift Scientific Reports veröffentlicht.

Zwei CD34+-Stammzellen, in denen sich Kohlenstoff-Nanopartikel befinden (magenta gefärbt); in Blau sind die Zellkerne zu sehen. Die Forscher stellten fest, dass die Nanopartikel in den Lysosomen der Zelle eingeschlossen sind. (Foto: HHU / Stefan Fasbender)

Unter Nanopartikeln versteht man solche Teilchen, die kleiner als fünf Nanometer sind – ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter – und damit die Größe von Makromolekülen haben. So kleine Teilchen werden sehr gut in Körperzellen aufgenommen. Diese Eigenschaft hat zwei Aspekte. Zum einen können Nanopartikel damit gute Vehikel sein, um an sie geheftete Wirkstoffe gezielt in kranke Zellen zu transportieren.

Zum anderen können sie aber auch gesundheitliche Risiken bergen, die beispielsweise im Kontext mit Feinstaub diskutiert werden. Feinstaub entsteht unter anderem in Verbrennungsprozessen, ein Anteil davon ist als Nanopartikel einzuordnen. Diese extrem kleinen Teilchen können die „Blut-Luft-Schranke“ überwinden und so in den Körper eindringen: Die Bronchialschleimhaut in der Lunge filtert sie nicht heraus, sondern sie gelangen bis in die Lungenbläschen und von dort ins Blut.

HHU-Forscherinnen und -Forscher vom Institut für Experimentelle Festkörperphysik um Prof. Dr. Thomas Heinzel und von der Klinik für Hämatologie, Onkologie und Klinische Immunologie um Prof. Dr. Rainer Haas haben zusammen mit Arbeitsgruppen aus der Chemie nun untersucht, was passiert, wenn Körperzellen solche Nanopartikel aufnehmen. Die Forscher nutzten Nanopartikel aus Graphen; dies ist eine spezielle Form des Kohlenstoffs, der aus zweidimensionalen Lagen von Kohlenstoff-Sechseckringen besteht. Diese brachten sie in spezielle Stammzellen des blutbildenden Systems ein, die sogenannte CD34+-Stammzellen. Diese Zellen sind aufgrund ihrer lebenslangen Teilungsfähigkeit besonders empfänglich für schädigende Umwelteinflüsse. Man geht davon aus, dass bei diesen Zellen eine Schädigung durch Nanopartikel – wenn überhaupt – stärker ausfällt als bei den robusteren anderen Zelltypen.

Das interdisziplinäre Düsseldorfer Forschungsteam konnte zeigen, dass die Kohlenstoff-Nanopartikel in die Zellen gelangen und dort in speziellen Organellen, den sogenannten Lysosomen, eingekapselt werden. Die Lysosomen dienen im Körper als eine Art Entsorgungseinheit, in denen Fremdkörper angesammelt und normalerweise dann mit Hilfe von Enzymen abgebaut werden. Einen solchen Abbauprozess beobachteten die Forscher allerdings über die Dauer der Experimente – einige Tage – nicht.

Beim Vergleich der aktiven Gene („Genexpression“) von Stammzellen mit und ohne Beigabe von Nanopartikeln ergab sich, dass lediglich eine von insgesamt 20.800 aufgezeichneten Expressionen verändert war; bei 1.171 weiteren Genexpressionen konnten darüber hinaus leichte Effekte festgestellt werden.

Prof. Heinzel zu den Ergebnissen: „Die Einkapslung der Nanopartikel in den Lysosomen sorgt dafür, dass diese Teilchen zumindest für einige Tage – solange unsere Untersuchungen dauerten – sicher verwahrt sind und die Zelle nicht schädigen können. Damit ist die Lebensfähigkeit der Zelle ohne wesentliche Änderung der Genexpression erhalten.“ Diese Erkenntnis ist wichtig, wenn man Nanopartikel als Fähren für Medikamente in die Zelle nutzen will. Langzeitaussagen, die etwa eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für eine Entartung der Zellen in Richtung Krebsentstehungen feststellen können, sind in dem hier gewählten experimentellen Rahmen nicht möglich.

Die Forschungen sind in enger Kooperation von Mathematisch-Naturwissenschaftlicher und Medizinscher Fakultät mit dem Universitätsklinikum Düsseldorf erfolgt. Die Düsseldorf School of Oncology (Leitung: Prof. Dr. Sebastian Wesselborg) förderte dabei das Promotionsstipendium von Erstautor Stefan Fasbender. Dazu Prof. Haas: „Durch die räumliche Nähe von Klinik und Universität und deren enger inhaltlichen Verzahnung bietet die HHU ein besonders fruchtbares Umfeld für die Translationale Forschung, bei der Erkenntnisse und Expertise der Grundlagenforschung mit für die Behandlung relevanten Aspekten zusammenfließen.“

Quelle & weitere Informationen unter: www.uni-duesseldorf.de

Das Innovationssemester der Wissensregion Düsseldorf startet wieder

Die Heinrich-Heine-Universität, drei große Hochschulen, die Stadtverwaltung, ein Klinikum, der Künstler Thomas Schönauer und zwei Düsseldorfer Unternehmen – sie alle tragen das Innovationssemester der Wissensregion Düsseldorf 2019. Im Herbst geht es in die zweite Runde. Ab sofort können sich interessierte Studierende, Auszubildende und Berufseinsteiger anmelden.

Im Innovatiossemester kommen junge Berufstätige, Studierende und Auszubildende aus den verschiedenen Fachrichtungen, Branchen und Hochschulen Düsseldorfs zusammen, Foto: Wilfried Meyer

„Als Bürgeruniversität sind wir stolz, uns zum zweiten Mal am Innovationssemester der Wissensregion Düsseldorf zu beteiligen. Für unsere Studierenden heißt das, dass sie sich in einem der 16 außergewöhnlichen Kurse ausprobieren und dabei neue Ideen für Düsseldorf und die Region entwickeln können“, so Prof. Dr. Anja Steinbeck, Rektorin der Heinrich-Heine-Universität. Mit ca. zwei Stunden Aufwand pro Woche können die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Oktober 2019 bis Februar 2020 zeigen, was sie alles können.

Die Kurse decken eine hoch spannende Themenbreite ab: So werden die Teilnehmenden ab Oktober u.a. ein Gesellschaftsspiel entwickeln, das demokratische Werte und Normen vermitteln soll, Feinstaub messen, das Thema „Heimat“ künstlerisch verarbeiten, eine Konferenz zum Thema „Soziale Wirkung  physischer Attraktivität“ vorbereiten oder die Bäume der Zukunft in Düsseldorf pflanzen.

Das Besondere am Innovationssemester: In den 16 Kursen kommen junge Berufstätige, Studierende und Auszubildende aus den verschiedenen Fachrichtungen, Branchen und Hochschulen Düsseldorfs zusammen. Dieser interdisziplinäre und interinstitutionelle Ansatz bringt die Überzeugung des Vereins „wir können am besten von den Menschen lernen, die anders denken“ zum Ausdruck.

Für das Innovationssemester arbeiten die wichtigen Partner des Wissens zusammen. Die Heinrich-Heine-Universität, die Hochschule Düsseldorf, die Fliedner Fachhochschule, die Robert Schumann Hochschule und die Landeshauptstadt Düsseldorf bieten Kurse an, die für jeden offen sind. Dazu kommen mit Unterstützung der IHK Düsseldorf und der Handwerkskammer Düsseldorf engagierte Unternehmen und Handwerksbetriebe.

„Das erste Innovationssemester war bereits ein Riesenerfolg. Die zweite Runde, für die man sich jetzt anmelden kann, hat die Anzahl der Kurse verdoppelt. Wir glauben, Düsseldorf hat ein großes Potenzial beim Faktor ‚Wissen‘. Die Nachfrage für unser einzigartiges Format – das Innovationssemester – zeigt das an.“ so Prof. Dr. Ulrich von Alemann, Geschäftsführer der Wissensregion Düsseldorf.

Am Ende jedes Kurses soll ein sichtbares Ergebnis stehen, das die Teilnehmenden für Düsseldorf und für sich erarbeitet haben. Die Ergebnisse werden dann am 17.02.2020 in der IHK zu Düsseldorf vor Oberbürgermeister Thomas Geisel präsentiert.

Quelle & weitere Informationen unter: www.uni-duesseldorf.de

IHK Düsseldorf wirbt für Inklusion und Vielfalt

Anlässlich des bundesweiten Diversity-Tages (28. Mai) informierte die IHK Düsseldorf gemeinsam mit der Kadomo GmbH in Hilden für die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung.
„Wir wollen für Inklusion und Vielfalt in der Wirtschaft werben, und wo könnten wir das besser tun als in einem Unternehmen, das sich hier bereits seit vielen Jahren vorbildlich verhält“, fragte zu Beginn IHK-Geschäftsführer Dr. Ulrich Biedendorf.
Mehr als ein Drittel der Kadomo-Mitarbeiter haben ein Handicap, Frauen in Führungspositionen werden gefördert und Menschen verschiedenster Nationalitäten beschäftigt.
„Wir sehen eine Behinderung nicht als Herausforderung, sondern als Zusatzqualifikation“, erklärt dazu Geschäftsführer Frank Rösner.
Kadomo baut erfolgreich Fahrzeuge behindertengerecht um. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Beeinträchtigung können Kunden auf Augenhöhe beraten. Der barrierefrei gestaltete Betrieb erfüllt die Kriterien für ein anerkanntes Integrationsprojekt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR).
Ansprechpartner für interessierte Unternehmen ist in der IHK Düsseldorf seit Juni 
Inklusionsberater André Lutz Overrath,
Telefon 0211 3557-431,
E-Mail: overrath@duesseldorf.ihk.de
Während der Veranstaltung konnten zwei weitere Unternehmen für eine Selbstverpflichtung zur Vielfalt gewonnen werden:
IHK-Vollversammlungsmitglied Vera Calasan, Vorstandsvorsitzende der von ihr gegründeten Excellence AG – German Engineering, Düsseldorf, unterzeichnete noch am selben Tag die „Charta der Vielfalt“, ein weiteres Unternehmen wird dies in den nächsten Tagen nachholen.
Charta der Vielfalt
© Ingo Musial
Vera Calasan, Vorstandsvorsitzende der von ihr gegründeten Excellence AG – German Engineering, Düsseldorf, und Stephan Jäger, IHK Düsseldorf.
„Wir hoffen, dass noch viele weitere Betriebe sich der Charta der Vielfalt anschließen, denn gelebte Diversity sorgt für ein gutes Betriebsklima und unterstützt die Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diversity trägt in Zeiten zunehmenden Fachkräftebedarfs zu einer zukunftsfähigen Unternehmenskultur bei und wird damit zu einem echten Wettbewerbsvorteil“, so Biedendorf abschließend.
Hintergrund:
Die Charta der Vielfalt setzt sich für die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in die Unternehmenskultur in Deutschland ein, frei von Vorurteilen. Unternehmen und Organisationen profitieren, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.
Betriebe, die die Charta der Vielfalt beitreten, profitieren vom großen Netzwerk der Charta der Vielfalt in Deutschland: 3.000 Unternehmen und Institutionen mit insgesamt 10,4 Millionen Beschäftigten haben die Charta der Vielfalt bereits unterzeichnet und kontinuierlich kommen neue Unterzeichner hinzu.
Aus dem IHK-Bezirk Düsseldorf haben bisher 106 Unternehmen und Organisationen die Charta der Vielfalt unterzeichnet, davon 88 aus Düsseldorf und 18 aus dem Kreis Mettmann.

Quelle & weitere Informationen unter www.duesseldorf.ihk.de

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