An der HHU werden grundlegende Prinzipien des Lebens erforscht

In ihrer Initiative „Leben“ fördert die VolkswagenStiftung ein gemeinsames internationales Projekt von Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU), Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim/Ruhr und der Université de Strasbourg. Das HHU-Institut für Molekulare Evolution um Prof. Dr. William Martin will in den kommenden fünf Jahren die Bedingungen in der Erdkruste vor vier Milliarden Jahren rekonstruieren und die zentralen chemischen Grundlagen für die Entstehung des Lebens identifizieren.

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Das HHU-Team aus der Evolutionsbiologie sucht in den nächsten fünf Jahren nach den grundlegenden Prinzipien des Lebens (v.l.): Andrey Vieira do Nascimento, Dr. Verena Zimorski , Institutsleiter Prof. Dr. William Martin, Martina Preiner. (Foto: HHU / Uli Oberländer)

Die Erde bildete sich vor rund 4,5 Milliarden Jahren. In erdgeschichtlich kurzer Zeit danach entstand bereits das erste Leben auf unserem Planeten. Die Bedingungen damals waren allerdings noch deutlich andere als heute, es gab keinen Sauerstoff in der Atmosphäre, die Erde war wahrscheinlich vollständig mit Wasser bedeckt und die Erdkruste war extrem heiß. Wie unter diesen Bedingungen das erste Leben aufkeimte, ist ein Schwerpunkt der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. William Martin.

Die Forscherinnen und Forscher gehen dabei von drei grundlegenden Eigenschaften aus, die allem Leben gemein sind. So nutzt Leben zum ersten Energie aus seiner Umwelt, um chemische Reaktionen anzutreiben. Zweitens sind in diese Reaktionen maßgeblich Moleküle auf Kohlenstoffbasis involviert. Und drittens begünstigen Katalysatoren die Reaktionen, sie werden von ihnen beschleunigt und gesteuert.

Unter bestimmten, günstigen Umweltbedingungen – wie sie vor rund vier Milliarden Jahren, zum Zeitpunkt der Entstehung des Lebens bestanden –, müssen sich die zentralen Moleküle des Lebens, zum Beispiel Aminosäuren und Zucker, spontan von selbst geformt und zu komplexeren Systemen – von autokatalytischen Netzwerken bis zu einer kompletten Zelle – organisiert haben. Dass damals Katalysatoren vorhanden waren, trug entscheidend zu diesen Startbedingungen bei.

Im nun von der VolkswagenStiftung geförderten Projekt wollen die Forschenden aus Düsseldorf, Mülheim/Ruhr (unter der Leitung von PD Dr. Harun Tüysüz) und Strasbourg (Leitung Prof. Dr. Joseph Moran) in Laborexperimenten verschiedene Katalysatoren untersuchen, die sowohl in Mineralien als auch in lebenden Organismen zu finden sind. Letztere benutzen diese Katalysatoren heute noch zur Synthese zentraler Moleküle aus den einfachen Verbindungen wie Wasserstoff (H2), Kohlendioxid (CO2) und Stickstoff (N2). Prof. Martin: „Wir wollen daraus lernen, welche Mechanismen es waren, die bereits in den allerersten Anfängen das Leben unterstützten und die Lücke zwischen geologischen und biologischen Prozessen schließen.“

Martina Preiner, leitende Doktorandin bei Prof. Martin, erläutert die geplanten Experimente: „Wir werden zusammen mit den Kollegen in Mülheim Metallverbindungen synthetisieren, die man auch in der Kruste der frühen Erde hätte finden können. Damit werden wir Reaktionen zwischen CO2, Stickstoff und Wasserstoff katalysieren. Es gibt schon Hinweise darauf, dass wir damit bei zentralen Molekülen des Lebens landen können.“ Die Kollaborationspartner in Straßburg werden sich vor allem mit den genauen chemischen Mechanismen der Reaktionen beschäftigen.
Förderangebot „Leben“ der VolkswagenStiftung

Unter die Frage „Was ist Leben?“ hat die VolkswagenStiftung ihre im Grenzbereich zwischen Natur- und Lebenswissenschaften angesiedelte Förderinitiative gestellt. Das Programm wurde im Jahr 2015 eingerichtet, es unterstützt Forschungsvorhaben für eine Dauer von maximal fünf Jahren.

Bereits im Startjahr war Prof. Martin mit einem Projektantrag erfolgreich, bei dem die Rolle der Erbgut-Rekombination (Durchmischung) während der Evolution untersucht wurde (undefinedMeldung vom 2. Juni 2017). Das neu bewilligte Projekt „Forming catalysts: A basic principle of deep chemistry, life chemistry and life“, das Ende dieses Jahres startet, geht zurück zu dem Punkt vor Beginn der Evolution. Das HHU-Institut für Molekulare Evolution erhält dabei Fördermittel von rund 500.000 Euro.

Quelle & weitere Informationen unter: www.uni-duesseldorf.de

IHK Düsseldorf wirbt für Inklusion und Vielfalt

Anlässlich des bundesweiten Diversity-Tages (28. Mai) informierte die IHK Düsseldorf gemeinsam mit der Kadomo GmbH in Hilden für die Inklusion von Menschen mit Beeinträchtigung.
„Wir wollen für Inklusion und Vielfalt in der Wirtschaft werben, und wo könnten wir das besser tun als in einem Unternehmen, das sich hier bereits seit vielen Jahren vorbildlich verhält“, fragte zu Beginn IHK-Geschäftsführer Dr. Ulrich Biedendorf.
Mehr als ein Drittel der Kadomo-Mitarbeiter haben ein Handicap, Frauen in Führungspositionen werden gefördert und Menschen verschiedenster Nationalitäten beschäftigt.
„Wir sehen eine Behinderung nicht als Herausforderung, sondern als Zusatzqualifikation“, erklärt dazu Geschäftsführer Frank Rösner.
Kadomo baut erfolgreich Fahrzeuge behindertengerecht um. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Beeinträchtigung können Kunden auf Augenhöhe beraten. Der barrierefrei gestaltete Betrieb erfüllt die Kriterien für ein anerkanntes Integrationsprojekt des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR).
Ansprechpartner für interessierte Unternehmen ist in der IHK Düsseldorf seit Juni 
Inklusionsberater André Lutz Overrath,
Telefon 0211 3557-431,
E-Mail: overrath@duesseldorf.ihk.de
Während der Veranstaltung konnten zwei weitere Unternehmen für eine Selbstverpflichtung zur Vielfalt gewonnen werden:
IHK-Vollversammlungsmitglied Vera Calasan, Vorstandsvorsitzende der von ihr gegründeten Excellence AG – German Engineering, Düsseldorf, unterzeichnete noch am selben Tag die „Charta der Vielfalt“, ein weiteres Unternehmen wird dies in den nächsten Tagen nachholen.
Charta der Vielfalt
© Ingo Musial
Vera Calasan, Vorstandsvorsitzende der von ihr gegründeten Excellence AG – German Engineering, Düsseldorf, und Stephan Jäger, IHK Düsseldorf.
„Wir hoffen, dass noch viele weitere Betriebe sich der Charta der Vielfalt anschließen, denn gelebte Diversity sorgt für ein gutes Betriebsklima und unterstützt die Motivation von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Diversity trägt in Zeiten zunehmenden Fachkräftebedarfs zu einer zukunftsfähigen Unternehmenskultur bei und wird damit zu einem echten Wettbewerbsvorteil“, so Biedendorf abschließend.
Hintergrund:
Die Charta der Vielfalt setzt sich für die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in die Unternehmenskultur in Deutschland ein, frei von Vorurteilen. Unternehmen und Organisationen profitieren, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.
Betriebe, die die Charta der Vielfalt beitreten, profitieren vom großen Netzwerk der Charta der Vielfalt in Deutschland: 3.000 Unternehmen und Institutionen mit insgesamt 10,4 Millionen Beschäftigten haben die Charta der Vielfalt bereits unterzeichnet und kontinuierlich kommen neue Unterzeichner hinzu.
Aus dem IHK-Bezirk Düsseldorf haben bisher 106 Unternehmen und Organisationen die Charta der Vielfalt unterzeichnet, davon 88 aus Düsseldorf und 18 aus dem Kreis Mettmann.

Quelle & weitere Informationen unter www.duesseldorf.ihk.de

Expat Service Desk mit erfolgreicher Bilanz

Die Erfolgsstory des „Expat Service Desk ME &DUS“ geht weiter und daher setzen die Landeshauptstadt Düsseldorf, der Kreis Mettmann und die IHK Düsseldorf ihre Zusammenarbeit fort.
IHK-Hauptgeschäftsführer Gregor Berghausen erklärt das IHK-Engagement wie folgt:
„Der Expat Service Desk ME & DUS ist gelebte Willkommenskultur und eine Hilfestellung gerade auch für mittelständische Unternehmen, die nicht auf große eigene Personalabteilung zurückgreifen können. Die IHK bringt sich in dieses Gemeinschaftsprojekt gern mit ihrem Know-how in der Weiterbildung, bei der Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und bei ausländerrechtlichen Verfahren ein.“
Die Region Düsseldorf – Kreis Mettmann ist eine der internationalsten Regionen Deutschlands.
Eine wichtige Basis hierfür ist das internationale Angebot an Fach- und Führungskräften.
Unternehmen beim Einsatz internationaler Angestellter zu unterstützen, ist Aufgabe des vor drei Jahren gegründeten „Expat Service Desk ME &DUS“, der seinen Sitz in der IHK Düsseldorf hat.
Die Servicestelle berät Unternehmen und Expats in allen Themen, die das Leben und Arbeiten in der Region betreffen, wie aufenthaltsrechtliche und behördliche Verfahren, Weiterbildung, internationale und lokale Netzwerke, Einschulung und Kinderbetreuung etc.
Beraten hat das zweiköpfige Projektteam in den letzten drei Jahren 800 Unternehmen und mehr als 1.600 Einzelpersonen.
Darüber hinaus bot der Expat Service desk 30 Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern an.
Nach Auslaufen der bisherigen EU-Förderung setzen die drei Träger das Projekt seit 1. Juli 2019 in eigener Trägerschaft fort.

Quelle & weitere Informationen unter: www.duesseldorf.ihk.de

IHK begrüßt Initiative „Neue Gründerzeit“

Die IHK Düsseldorf begrüßt die von Minister Pinkwart ausgerufene „Neue Gründerzeit“, mit der sich das Land NRW für ein wettbewerbsfähiges und lebendiges Gründungsgeschehen stark macht. Hierzu haben die IHKs in NRW eine gemeinsame Erklärung mit Minister Pinkwart unterzeichnet. Ziel ist es, das Gründungsklima weiter zu verbessern und in den nächsten fünf Jahren bundesweit die meisten Start-ups hervorzubringen.

„Um das ehrgeizige Ziel zu erreichen, müssen wir unsere Region international besser sichtbarer machen, weibliche Gründungen stärker unterstützen und die Verwaltung einfacher und digitaler gestalten. Zusätzlich muss mehr Wagniskapital zur Verfügung gestellt und verstärkt in Hochschulausgründungen investiert werden“, erklärt Matthias Meinke, Existenzgründungs-Experte der IHK Düsseldorf.

Wie lebhaft das Gründungsgeschehen im Raum Düsseldorf sei, zeige die IHK-Statistik für das erste Halbjahr 2019: So habe allein das Düsseldorfer IHK-Existenzgründungsteam 1.500 angehende Existenzgründerinnen und -gründer telefonisch und 300 persönlich beraten sowie 1600 Gründungs-Anfragen via E-Mail beantwortet.

„Von einem nachlassenden Gründungsinteresse kann in unserer hochattraktiven Region daher keine Rede sein“, so Meinke abschließend.

Hintergrund: Die IHK unterstützt Existenzgründerinnen und -gründer von den ersten Überlegungen bis hin zu einer Finanzierungs- und Fördermittelberatung über den gesamten Gründungsprozess. Dabei werden insbesondere betriebswirtschaftliche und rechtliche Aspekte des Vorhabens besprochen und erläutert. Zu einem ersten Beratungstermin sollte daher bereits ein Entwurf des Gründungskonzeptes vorliegen. Darüber hinaus bietet die IHK kostenlose Info-Nachmittage rund um das Thema Existenzgründung sowie das Basisseminar „Karriereziel Existenzgründung“ an.

Weitere Infos finden Interessenten unter: www.duesseldorf.ihk.de (Nummer 106).

Quelle & weitere Informationen unter: www.duesseldorf.ihk.de

KMU nicht ausreichend auf DSGVO vorbereitet

Im Mittelstand fehlt es oft an den Ressourcen zum Schutz vor Cyberangriffen, dabei werden Firmen mit 100 bis 500 Mitarbeitern am häufigsten angegriffen.

Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage verursachten bei deutschen Industrieunternehmen laut Bitkom in den vergangenen zwei Jahren Schäden von mehr als 43 Milliarden Euro.

In der gesamten deutschen Wirtschaft waren es sogar fast 110 Milliarden Euro. Unternehmen laufen Gefahr das Vertrauen ihrer Kunden, vertrauliche Dokumente, Ideen und Patente durch den Datendiebstahl zu verlieren.

Seit der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) im Mai 2018 nimmt die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen eine noch wichtigere Rolle ein. Neben der erhöhten Gefahr von Cyberangriffen sind auch die Bußgelder bei Nichteinhaltung um ein Mehrfaches erhöht wurden. Der Bußgeldrahmen kann bis zu 20 Millionen Euro oder bis zu vier Prozent des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes betragen.

Wie ich erst Ende der vergangenen Woche hier im Blog dargelegt habe, müssen deutsche Unternehmen den Datenschutz endlich ernstnehmen, denn Datenschutzbehörden haben jetzt die ersten saftigen DSGVO-Strafen verhängt – wenn auch noch nicht in Deutschland.

Allerdings schätze immer noch ein Fünftel der deutschen klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) ihre Firma als nicht gut vorbereitet ein, um die Datenschutzbestimmungen einzuhalten. Das ist das zentrale Ergebnis einer kürzlich veröffentlichten Umfrage des Business-Software-Vergleichsportals Capterra bei 250 KMU in Deutschland.

Weitere Ergebnisse der Studie:

  • Lediglich 30 Prozent vertrauen bei der Datenspeicherung auf die Cloud.
  • 60 Prozent der KMU speichern ihre Daten auf internen Servern
  • 56 Prozent der deutschen KMU sind nicht gut mit der DSGVO vertraut.
  • 30 Prozent der deutschen KMU überprüfen Datenschutzbestimmungen halbjährlich, knapp 40 Prozent jährlich.
  • Die Hälfte aller Unternehmen haben nicht genug Zeit und Ressourcen, die zur Einhaltung von Datenschutzbestimmungen benötigt werden.

Quelle & weitere Informationen unter: www.wiwo.de

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