Bekanntmachung der Richtlinie zur Förderung von Projekten zum Thema

Mit der Nationalen Strategie Künstliche Intelligenz (KI) hat die Bundesregierung einen Rahmen für die weitere Entwicklung und Anwendung von KI in Deutschland geschaffen, um den Forschungsstandort Deutschland zu sichern, die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft auszubauen und die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von KI in allen Bereichen der Gesellschaft im Sinne eines spürbaren gesellschaftlichen Fortschritts und im Interesse der Bürgerinnen und Bürger zu fördern. In diesem Rahmen hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bereits verschiedene Förderbekanntmachungen auf den Weg gebracht, u. a. zur Erklärbarkeit und Transparenz des Maschinellen Lernens (ML) und der Künstlichen Intelligenz, zu KI-Laboren, zur Förderung von KI-Nachwuchswissenschaftlerinnen sowie zur Anwendung von Methoden der KI in der Praxis.

Gerade KMU1 besitzen günstige Voraussetzungen, um schnell auf technische Entwicklungen und Marktpotenziale zu reagieren und Forschungsergebnisse zielgerichtet in neue Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen umzusetzen. Gegenwärtig stellt die Digitalisierung den gesamten Mittelstand vor große Herausforderungen. Klassische Wertschöpfungsketten verändern sich, es entsteht eine Vielzahl neuer Geschäftsmodelle, und die Bedeutung von Daten als wichtige Ressource nimmt kontinuierlich zu. Dabei sind ML und allgemein KI entscheidende Kernkomponenten und somit wesentliche Treiber der Digitalisierung. Auch für KMU wird es daher immer wichtiger, ihre Forschungs- und Innovationsprozesse darauf auszurichten, aus den vorhandenen Daten neues Wissen und intelligente Wertschöpfung zu generieren. Gerade im Umfeld von Hochschulen und Forschungseinrichtungen entstehen häufig junge High-Tech-Unternehmen, die wissenschaftlich-technische Ergebnisse direkt in ihre Aktivitäten aufnehmen.

Mit der Richtlinie „KI4KMU“ zur Förderung von Projekten zum Thema „Erforschung, Entwicklung und Nutzung von Methoden der Künstlichen Intelligenz in KMU“ wird das BMBF bisherige Aktivitäten im Bereich KI gezielt ergänzen, indem KMU-getriebene Ansätze in Forschung und Entwicklung (FuE) mit einem maßgeblichen Forschungsanteil adressiert werden. Damit sollen gezielt weitere Potenziale gehoben werden, die in der Verbindung von KI als Teil der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) mit weiteren Schlüsseltechnologien liegen. Die Richtlinie fokussiert insbesondere auf die aktuelle Generation kleiner und mittlerer Technologieunternehmen, die ihre Innovationsfähigkeit durch Spitzenforschung im Bereich KI ausbauen wollen. Mit der Förderung von Verbundprojekten soll die Zusammenarbeit dieser KMU mit der Wissenschaft gestärkt und intensiviert werden, um die Spitzenposition Deutschlands im Bereich KI zu sichern und weiter auszubauen.

Die Fördermaßnahme ist Teil der Umsetzung der KI-Strategie der Bundesregierung und der Hightech Strategie 2025.

Quelle & weitere Informationen unter: www.bmbf.de

Projektaufruf „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“

Wirtschaftsminister Pinkwart: Digitale Technologien bieten Chancen in der Krise – Kluge Lösungen gefragt

Viele Einzelhändler in Nordrhein-Westfalen kämpfen mit den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Herausfordernd waren die vergangenen Wochen insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen, die bislang noch keine Internetpräsenz haben. Digitale Technologien können dabei helfen, die Krise zu überwinden: Kundinnen und Kunden haben sich zunehmend an digitale Services und Informationskanäle gewöhnt und werden diese auch in Zukunft verstärkt nutzen.

Mit dem Projektaufruf „Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken – Sonderprogramm 2020“ will die Landesregierung Unternehmen auf dem Weg in die Digitalisierung begleiten. Unterstützt wird der Aufruf vom Handelsverband Nordrhein-Westfalen und von den Industrie- und Handelskammern in Nordrhein-Westfalen.

Wirtschafts- und Digitalminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart: „Der Einzelhandel ist aktuell in besonderer Weise gefordert. Mehr denn je braucht er das, was Wirtschaftsexperten als ökonomische Resilienz bezeichnen – die Fähigkeit, Krisen bewältigen zu können und mit klugen Anpassungen und Lösungen auf die jeweilige Situation zu reagieren. Dabei helfen digitale Technologien. Die Krise beschleunigt die Digitalisierung der Wirtschaft. Wir wollen, dass unsere Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen können. Das gilt insbesondere für den Einzelhandel mit seinen vielen kleinen stationären Geschäften, die sicherstellen, dass unsere Innenstädte auch morgen noch lebendige Orte bleiben.“

Dr. Peter Achten, Hauptgeschäftsführer des Handelsverband Nordrhein-Westfalen: „Die Corona-Krise hat den Handel schwer getroffen. Um jetzt möglichst schnell wieder Kunden gewinnen zu können und sich für die Zukunft aufzustellen, müssen Händler auch die digitale Präsenz, Online-Verkaufsmöglichkeiten und digitale Prozessunterstützung weiterentwickeln. Der Projektaufruf kommt daher gerade zur rechten Zeit. Die Unterstützung bei konkreten Digitalvorhaben mit schlanken Antrags- und zügigen Bewilligungsverfahren haben die Händler nötiger denn je. Unsere Digitalcoaches verfügen über viel Erfahrung in der Vorbereitung von Digitalprojekten in kleinen Geschäften und haben ein breites Angebot an Hilfestellung erarbeitet. Sie geben Impulse, Orientierung und konkrete Tipps.“

Dr. Ralf Mittelstädt, Hauptgeschäftsführer IHK NRW: „Die Corona-Krise treibt den stationären Einzelhandel an seine Grenzen. Das Programm des Landes ist daher ein gutes Signal. Schnelle finanzielle und vor allem unbürokratische Unterstützung in Sachen Digitalisierung kann viele Händler den entscheidenden Schritt voranbringen. Ich hoffe, der Handel nutzt es.“

Der Projektaufruf richtet sich an Unternehmen des stationären Einzelhandels, die nicht mehr als 49 Beschäftigte haben und auf einen Umsatz von maximal 10 Millionen Euro oder eine Jahresbilanzsumme von bis zu 10 Millionen Euro kommen. Gefördert werden kurzfristige Projekte von Kleinunternehmen, die sich erstmalig digital aufstellen oder den Auf- oder Ausbau der digitalen Technologien für ihr Unternehmen voranbringen wollen. Die Projekte müssen bis zum 31. 12.2020 abgeschlossen sein. Der Höchstbetrag der Förderung liegt bei 12.000 Euro bei einem Fördersatz von bis zu 90 Prozent. Das Projekt muss zudem unmittelbar der Abwehr oder der Abmilderung der Folgen der Corona-Krise dienen.

Projektideen können ab sofort bis zum 30.08.2020 beim Projektträger Jülich eingereicht werden.

Weitere Informationen zum Aufruf, Bewerbungsunterlagen und die Fördergrundlagen finden Sie unter www.digihandel.nrw

Neuer Digi­ta­li­sie­rungs­leit­faden

Neuer Digi­ta­li­sie­rungs­leit­faden führt durch die digitale Trans­for­ma­tion

Seit vier Jahren unter­stützt Digital in NRW kleine und mittlere Unter­nehmen bereits bei der digitalen Trans­for­ma­tion. In dieser Zeit hat das Kompe­tenz­zen­trum in Gesprä­chen, Netz­werk­ver­an­stal­tungen, Gestal­tungs­work­shops, Poten­zi­al­ana­lysen und Trans­fer­pro­jekte Heraus­for­de­rungen und Hand­lungs­felder iden­ti­fi­ziert, die insbe­son­dere KMU bei der Etablie­rung von digitalen Maßnahmen und Prozessen betreffen. Welche das sind und wie diesen begegnet werden kann, zeigt der neue Digi­ta­li­sie­rungs­leit­faden, der zum kosten­losen Download bereit­steht.

Konkrete Lösungs­wege

Die Broschüre ergänzt das viel­sei­tige Service­port­folio des Kompe­tenz­zen­trums, das KMU Methoden und Maßnahmen an die Hand gibt, um sich auch in Zukunft wett­be­werbs­fähig aufzu­stellen und die Chancen der Digi­ta­li­sie­rung für sich zu nutzen. „Maßnahmen, Modelle und Praxis­bei­spiele: Die digitale Trans­for­ma­tion erfolg­reich gestalten“ ist der Titel des insgesamt 56-seitigen Leit­fa­dens, der Geschäfts­führer*innen und Digi­ta­li­sie­rungs­ver­ant­wort­liche kleiner und mittlerer Unter­nehmen Schritt für Schritt durch die Digi­ta­li­sie­rung lotst. In 5 Kapiteln werden mögliche Heraus­for­de­rungen beschrieben, die damit verbun­denen orga­ni­sa­to­ri­schen, tech­ni­schen und kultu­rellen Maßnahmen erläutert sowie auf konkrete Problem­stel­lungen ausge­rich­tete Lösungs­bau­steine von Digital in NRW vorge­stellt.

Methoden mit Praxis­bezug

Anhand erfolg­rei­cher Best-Practice-Beispiele erhalten die Leser*innen zudem noch Infor­ma­tionen mit Praxis­bezug: Die bereits mit KMU entwi­ckelten und etablierten Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jekte zeigen, wie inno­va­tive Prozesse und Methoden umgesetzt werden können. „Dabei sind oftmals nicht einmal enorme Inves­ti­tionen notwendig“, erklärt Ricarda Huyeng von Digital in NRW. „Digi­ta­li­sie­rung gelingt auch in kleinen Schritten, wenn diese indi­vi­duell und passgenau auf die Unter­nehmen und ihren Bedarf ausge­richtet sind.“ Diesen zu erkennen und Poten­ziale in Unter­nehmen zu iden­ti­fi­zieren, ist die Grundlage für darauf aufbau­ende Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jekte.  „Der Digi­ta­li­sie­rungs­leit­faden hilft dabei und zeigt Unter­nehmen, wie gängige Stol­per­steine vermieden, Heraus­for­de­rungen bewältigt und ziel­füh­rende Lösungen entwi­ckelt werden können“, so Ricarda Huyeng.

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Quelle & weitere Informationen unter: www.digital-in-nrw.de

Innovationsanzeiger 2020

Deutschland gehört zur Gruppe der Länder mit starker Innovationsleistung über oder nahe dem EU-Durchschnitt, allerdings nicht zur Gruppe der bei Innovation führenden Ländern. Das sind Schweden, Finnland, Dänemark, die Niederlande und Luxemburg. Spitzenreiter ist Deutschland bei Unternehmensinvestitionen, schwach schneidet es u.a. beim lebenslangem Lernen und Ausgaben für Risikokapital ab. Das zeigt der heute (Dienstag) veröffentlichte Europäische Innovationsanzeiger der Europäischen Kommission für 2020.

23/06/2020

Demnach hat sich die Innovationsleistung Europas in der gesamten EU weiter verbessert. Sie übertrifft die Vereinigten Staaten bereits im zweiten Jahr. Es muss jedoch noch mehr getan werden, um zu globalen Innovationsführern wie Südkorea aufzuschließen. Australien, China, Japan und die Vereinigten Staaten sind starke Innovatoren, Brasilien ein moderater Innovator und Russland, Indien und Südafrika mäßige Innovatoren.

Thierry Breton, Kommissar für Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU, sagte: „Der diesjährige Anzeiger zeigt, dass die EU bereits ein guter Platz für Innovationen ist, aber wir müssen unsere Initiativen in der gesamten EU weiter verstärken, um globale Lösungen zur Eindämmung des Virus zu finden und gleichzeitig die Erholung Europas von der Krise zu unterstützen. Mehr denn je ist Innovation wichtig, da sie im Mittelpunkt unserer Bemühungen steht, die Coronavirus-Pandemie zu besiegen.“

Auf der Grundlage von Bewertungen für 27 separate Indikatoren werden die EU-Länder in vier Leistungsgruppen eingeteilt:

  • Innovationsführer – Dänemark, Finnland, Luxemburg, die Niederlande und Schweden liegen deutlich über dem EU-Durchschnitt;
  • Starke Innovatoren – Die Innovationsleistung Österreichs, Belgiens, Estlands, Frankreichs, Deutschlands, Irlands und Portugals liegt über oder nahe dem EU-Durchschnitt;
  • Moderate Innovatoren – Kroatien, Zypern, Tschechien, Griechenland, Ungarn, Italien, Lettland, Litauen, Malta, Polen, Slowakei, Slowenien und Spanien weisen eine Innovationsleistung unter dem EU-Durchschnitt auf;
  • Mäßige Innovatoren – Die Innovationsleistung Bulgariens und Rumäniens liegt unter 50 Prozent unter dem EU-Durchschnitt.

Für die EU insgesamt ist die Innovationsleistung zwischen 2012 und 2019 um 8,9 Prozentpunkte gestiegen. Im gleichen Zeitraum verbesserte sich die Leistung in 24 Mitgliedstaaten, insbesondere in Litauen, Malta, Lettland, Portugal und Griechenland, hier nahm die Innovationsleistung um mehr als 20 Prozentpunkte zu.

Hintergrund

Die Coronavirus-Pandemie hat die Welt in beispielloser Weise erschüttert und die Widerstandsfähigkeit unserer Gesellschaften, Volkswirtschaften, Gesundheits- und Sozialsysteme auf die Probe gestellt. Die EU hat ihr Möglichstes getan, um die vorhandenen Instrumente zum Schutz von Leben zu nutzen und gleichzeitig den Binnenmarkt zu erhalten und die europäische Wirtschaft zu unterstützen. Forschung und Innovation haben sich als ein wesentlicher Teil der koordinierten EU-Reaktion auf die Krise erwiesen und werden entscheidend dazu beitragen, Europas nachhaltige und integrative Erholung zu unterstützen. Die Messung der Innovationsleistung ist ein Schlüsselelement zur Erreichung dieses Ziels.

Der Europäische Innovationsanzeiger zeigt das Engagement der EU und der Mitgliedstaaten für Forschung und Innovation. Er unterstützt auch die Entwicklung von Politiken zur Förderung der Innovation in Europa und zur Information der politischen Entscheidungsträger in einem sich rasch verändernden globalen Kontext.

Etwa zwei Drittel des europäischen Wirtschaftswachstums der letzten Jahrzehnte wurden durch Innovation vorangetrieben. Forschung und Innovation stärken die Widerstandsfähigkeit unserer Produktionssektoren, die Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaften und den digitalen und ökologischen Wandel unserer Gesellschaften. Sie sind entscheidend für die Einhaltung des europäischen Green Deal Diesen Link in einer anderen Sprache aufrufen . Horizont Europa, das Forschungs- und Innovationsprogramm der EU für die Jahre 2021-27 mit einem vorgeschlagenen Budget von 94,4 Milliarden Euro, wird dazu beitragen, den ökologischen und digitalen Wandel Europas zu beschleunigen.

Quelle & weitere Informationen unter: www.ec.europa.eu

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