Forschungskolleg „Online-Partizipation“ an der HHU wird weiter gefördert

Kultur- und Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen hat die weitere Förderung von sechs NRW-Forschungskollegs bekanntgegeben. Sie erhalten in der zweiten Förderphase ab 2019 jeweils 2,2 Millionen Euro – und damit insgesamt mehr als 13 Millionen Euro. Unterstützt werden Promovierende, die zu Zukunftsthemen wie Energieeffizienz, Wohlbefinden im Alter oder Digitalisierung forschen – auch an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU).

Das NRW-Forschungskolleg Online-Partizipation an der HHU geht der Frage nach, wie das Internet genutzt werden kann, um Bürgerinnen und Bürgern an den sie betreffenden Entscheidungen zu beteiligen. Um die Eigenschaften von Online-Beteiligungen besser zu verstehen und ihr Potenzial zu erschließen, konzentriert sich das Forschungskolleg auf den besonders vielversprechenden Einsatz von Bürgerbeteiligung im kommunalen Bereich und stellt folgende leitende Fragestellung in den Mittelpunkt: „Wie und unter welchen Bedingungen kann das Potential von Online-Partizipation auf kommunaler Ebene systematisch entwickelt, praktisch genutzt und wissenschaftlich evaluiert werden?“

Das Forschungskolleg hat sich im Oktober 2014 offiziell gegründet. Es wird von der HHU in Kooperation mit der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung organisiert. Insgesamt arbeiten mehr als ein Dutzend Doktorandinnen und Doktoranden im Rahmen des Forschungskollegs inter- und transdisziplinär an der Beantwortung der Fragestellung. Die NRW-Forschungskollegs verknüpfen Ingenieur- und Naturwissenschaften mit Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Inter- und transdisziplinäre Forschungsmethoden werden hier vermittelt und weiterentwickelt.

„Spitzenforschung braucht hervorragend ausgebildete Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler – und fachübergreifenden Austausch“, sagte Ministerin Pfeiffer-Poesgen. „In den Forschungskollegs arbeiten Promovierende bereits früh mit Forscherinnen und Forschern verschiedener Disziplinen und mit Akteuren aus der Praxis zusammen. Gemeinsam entwickeln sie neue Lösungsansätze für komplexe Fragestellungen.“

Insgesamt gibt es derzeit zwölf NRW-Forschungskollegs. Die sechs Kollegs, die 2014 gestartet sind, wurden nun evaluiert und von einer Gutachterjury zur weiteren Förderung empfohlen. Den Vorsitz hatte Prof. Armin Grunwald, Leiter des Instituts für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Leiter des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag.

Folgende Kollegs werden ab 2019 für dreieinhalb Jahre weiter gefördert:

  • Gestaltung von flexiblen Arbeitswelten – Menschen-zentrierte Nutzung von Cyber-Physical Systems in Industrie 4.0 – Universität Paderborn und Universität Bielefeld
  • Leicht-Effizient-Mobil: Energie- und kosteneffizienter Extremleichtbau mit Hybridwerkstoffen – Universität Paderborn
  • Online-Partizipation – Universität Düsseldorf und FH für öffentliche Verwaltung
  • FUTURE WATER – Globale Wasserforschung in der Metropole Ruhr – Universität Duisburg-Essen, Universität Bochum, Hochschule Ruhr-West, EBZ Business School, Institut für Energie und Umwelttechnik e.V. Duisburg
  • GROW – Wohlbefinden bis ins hohe Alter – Universität Köln
  • Energieeffizienz im Quartier – Clever versorgen. umbauen. aktivieren – TU Dortmund, Universität Duisburg-Essen und Universität Bochum, Hochschule Bochum und Wuppertal Institut GmbH

Quelle & weitere Informationen unter: www.uni-duesseldorf.de

Einweihung des Zentrums für Synthetische Lebenswissenschaften

Das Cluster BIO.NRW gratuliert Frau Prof. Dr. Hannelore Riesner und Herrn Prof. em. Dr. Dr. h.c. Detlev Riesner, Mitglied unseres Business Angel Zirkel BIO.NRW Netzwerk, zur Einweihung des neuen Zentrums für Synthetische Lebenswissenschaften (,,The Riesner Building”).

Die HHU hat ein neues, mit modernster Großtechnik ausgestattetes und auch architektonisch beeindruckendes Forschungsgebäude: Das Zentrum für Synthetische Lebenswissenschaften (ZSL) wurde feierlich eröffnet. Direkt an der Universitätsstraße gelegen, verbindet es den Campus der Universität mit dem Gelände des Universitätsklinikums. Künftig werden darin Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Biologisch Medizinischen Forschungszentrums und des Exzellenzclusters CEPLAS arbeiten.

Gemeinsam mit dem parlamentarischen Staatssekretär des Bundesforschungsministeriums, Thomas Rachel MdB, Annette Storsberg, Staatssekretärin im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, Unterstützern und zukünftigen Nutzern feiern Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und Universitätsklinikum Düsseldorf die Einweihung des neuen Zentrums für Synthetische Lebenswissenschaften. Die Gesamtkosten für Bau, Ersteinrichtung und Ausrüstung belaufen sich auf rund 38 Mio. Euro. Die Investitionsmittel wurden anteilig durch den Bund und das Land NRW, inklusive eines Anteils der Universität, zur Verfügung gestellt. Bauherr ist das Universitätsklinikum Düsseldorf.

Das neue Zentrum für Synthetische Lebenswissenschaften, das auf dem Gelände des Universitätsklinikums zentral zwischen HHU- und UKD-Campus steht, stellt einen weiteren Schritt zum Ausbau des HHU-Forschungsschwerpunkts „Molekulare und synthetische Lebenswissenschaften“ dar. Staatssekretärin Annette Storsberg sagte anlässlich der Einweihung des wie ein X-Chromosom geformten Gebäudes: „Der Forschungsbau versinnbildlicht das große Potential der Pflanzenwissenschaften am Standort Düsseldorf und ist außerdem ein weiterer wichtiger Schritt zur baulichen Modernisierung der Hochschule.“

„Die synthetische Biologie gehört zu einem der spannendsten und innovativsten Forschungsgebiete innerhalb der Lebenswissenschaften. Die Investitionen von Bund und Land in dieses moderne Forschungsgebäude werden die Heinrich-Heine-Universität erfolgreich im internationalen Wettbewerb unterstützen“, beschrieb Forschungsstaatssekretär Thomas Rachel die Bedeutung des neuen Forschungsbaus. „Das Gebäude ist auch ein gutes Beispiel für die gelungene Zusammenarbeit zwischen der Bundesregierung und dem Land NRW“.

Vier experimentelle und drei theoretisch-wissenschaftliche Forschergruppen werden ab dem Wintersemester 2018/19 im Zentrum für Synthetische Lebenswissenschaften arbeiten. Neben der Pflanzenforschung im Rahmen von CEPLAS werden vor allem die beiden Zentrallaboratorien des Biologisch-Medizinischen Forschungszentrums in das Gebäude einziehen. Bereits seit 1991 kooperieren im Rahmen des BMFZ Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der HHU in der fakultätsübergreifenden Forschungs- und Technologieplattform.

Quelle & weitere Informationen unter: www.bio.nrw.de

Aufruf zur Teilnahme – BioRiver Boost! 2018 – Erfolgskurs für innovative Unternehmen

Düsseldorf. Eine bahnbrechende Idee und fachliches Know-how sind noch keine Garantie für den Erfolgskurs eines Startup-Unternehmens. Der direkte Kontakt zu Entscheidern und möglichst kurze Wege zu den Marktführern zählen, um ein neues Produkt oder eine aufsehenerregende Technologie erfolgreich am Markt zu platzieren.

Genau hier setzt BioRiver Boost! an, der 2018 zum fünften Mal ausgerufene Innovationswettbewerb. Angesprochen sind junge Unternehmen aus den Bereichen Biotechnologie und Life Sciences, die mit einer kreativen Idee den Markt erobern möchten.

„Der Wettbewerb bietet die große Chance, bereits in einem frühen Stadium vor Experten zu präsentieren“, erklärt Dr. Frauke Hangen, Geschäftsführerin von BioRiver e.V. in Düsseldorf. „Ausgewählte Teilnehmer stellen ihr Projekt einer hochkarätig besetzten Jury erfahrener Life-Science-Manager aus globalen Konzerne und Business Angeln vor. Das Feedback umfasst fachliche Ratschläge, die den Unternehmen wertvolle Impulse beispielsweise für die weitere Projektentwicklung oder die Vermarktung geben.“

In der diesjährigen Fachjury vertreten sind Repräsentanten von den global agierenden Life Science Konzernen Bayer, Henkel, Lonza, Janssen-Cilag, QIAGEN und UCB Pharma. Weitere Konzernvertreter, Investoren und erfolgreiche Gründer werden zur Präsentation der Finalisten am 17. 10. 2018 erwartet.

Die Einladung zur Bewerbung richtet sich insbesondere an Forscher und Startups im Biocluster Rheinland. Bewerbungen aus ganz Deutschland und den europäischen Nachbarländern sind möglich. Junge Life Science Unternehmen sollten hierbei maximal vor fünf Jahren gegründet haben und nicht über zehn Mitarbeiter beschäftigen. Zur Teilnahme eingeladen sind ebenfalls Leiter von wissenschaftlichen Projekten mit konkreter Gründungsabsicht.

Fortschritt fördern

„Gründungen aus der Biotechnologie und den Lebenswissenschaften realisieren hochinnovative Forschungsergebnisse, die drängende gesellschaftliche Herausforderungen im Bereich Gesundheit, Ernährung, Rohstoff und Energie lösen können.“ erklärt Dr. Berthold Boedeker, Chief Scientist, Bayer AG, Jury-Mitglied und Geschäftsführender Vorstand des BioRiver e.V.. „BioRiver-Life Science Rheinland e.V. ist ein Zusammenschluss von über 110 Mitgliedsorganisationen und bietet als Expertennetzwerk den Zugang zu führenden Spezialisten in Wissenschaft, Industrie und Wirtschaftsförderung. Mit dem Wettbewerb wollen wir die Fachbranche in der Region weiter stärken und den Markteinstieg vielversprechender Produkte und Verfahren fördern.“

So sieht der Ablauf aus. Bewerbungsschluss ist der 31. August 2018. Die Jury wählt aus den eingereichten Ideen acht Projekte aus, die zur Präsentation vor der Fachjury und dem interessierten Publikum am 17. Oktober 2018 in Wuppertal eingeladen werden. Ermittelt werden drei Gewinner, die mit einer Auszeichnung geehrt werden. „Der Benefit für die Teilnehmer besteht darin, dass sie ihr Projekt im direkten Austausch mit globalen Playern diskutieren können. Hieraus ergeben sich erfahrungsgemäß konkrete Kooperationen oder auch Finanzierungen durch Sponsoren“, betont Dr. Hangen.

Dr. Oliver Bannach, Gewinner des BioRiver Boost! 2016, kann das nur bestätigen. Die Forscher seines Anfang 2018 gegründeten Unternehmen Attyloid GmbH haben eine Methode entwickelt, mit der winzige Proteinaggregate gemessen werden können und die zum Beispiel zur Frühdiagnostik neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer genutzt werden. „Ohne die Teilnahme am Boost wäre mein Unternehmen nicht so weit, wie es heute ist. Aus den Kontakten hat sich eine Kooperation mit einem Pharmaunternehmen entwickelt, das unser Verfahren in der präklinischen und klinischen Forschung einsetzten möchte. Die fachliche Kritik hat uns enorm weitergebracht. Wir haben Denkanstöße erhalten, wie wir unser Geschäftsmodell weiterentwickeln und wie wir unser Produkt am Markt breiter aufstellen können.“

Weitere Informationen zur Bewerbung unter Telefon 0211 / 316 06 10 oder unter www.bioriver.de

Weitere Informationen und Kontakt:

Dr. Frauke Hangen
BioRiver – Life Science im Rheinland e.V., Merowingerplatz 1a, 40225 Düsseldorf
Telefon: +49 (0) 211 316 0610
E-Mail: bioriver@bioriver.de

„Start me up!“ 2018: Numaferm gewinnt Gründerwettbewerb von BILANZ

Biotechnologie Start-up erhält für ersten kostengünstigen Bioprozess zur Herstellung von Peptiden den mit 100.000 Euro dotierten Hauptpreis

Am Donnerstag, 7. Juni 2018, zeichnete das Wirtschaftsmagazin BILANZ den Sieger des diesjährigen Gründerwettbewerbs „Start me up!“ aus: Das junge Düsseldorfer Biotechnologieunternehmen Numaferm überzeugte die Jury mit der Entwicklung eines kosteneffizienten Bioprozesses zur Herstellung von Peptiden. Peptide sind Eiweißmoleküle, die bei der Produktion von pharmazeutischen Wirkstoffen und Kosmetika zum Einsatz kommen.

Das Team um die Gründer Philipp Bürling und Dr. Christian Schwarz setzte sich mit ihrer „Peptidschmiede“ gegen neun Wettbewerber aus unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen durch und erhält den mit 100.000 Euro dotierten Hauptpreis, professionelles Business Coaching und Zugang zu einem breiten Geschäftsnetzwerk. BILANZ begleitet Numaferm ein Jahr lang redaktionell und berichtet über alle Entwicklungsschritte. Insgesamt 292 Start-ups waren dem Aufruf des Gründerwettbewerbs „Start me up!“ gefolgt und hatten sich um die renommierte Auszeichnung und begehrte Anschubfinanzierung beworben.

Der Vorsitzende der Jury, Multi-Gründer und Silicon-Valley-Investor Andreas von Bechtolsheim, begründete die Entscheidung mit den Worten: „Aus der Perspektive eines Venture Kapitalisten geht es um drei Dinge: Erstens das Team, zweitens die Technologien und drittens der mögliche Markterfolg. Alle Faktoren sind wichtig, aber der wichtigste ist der potentielle Markterfolg. Numaferm kann mit ihren ‚Biomed Peptides‘ die Pipeline von über 600 Medikamenten beschleunigen. Die ‚Biopeptides‘ sind nicht nur kostengünstiger als die bisherigen Methoden, sondern auch viel umweltfreundlicher. Ich hoffe, dass die Firma damit einen großen Erfolg erzielen kann.“

Im Jahr 2017 wurde Numaferm als Ausgliederung des Instituts für Biochemie der Heinrich-Heine-Universiät in Düsseldorf gegründet. Das junge Biotechnologieunternehmen hat einen Prozess entwickelt, durch den Peptide mithilfe von Bakterien als „Biofabriken“ hergestellt werden können. In diesem Bioreaktor kommt der Mikroorganismus E. Coli zum Einsatz, der einfache Nährstoffe in Peptide umwandelt. Dieses Herstellungsverfahren reduziert die Herstellungskosten von Peptiden um ein Vielfaches, ermöglicht die beschleunigte Markteinführung von mehr als 600 Medikamenten und eröffnet darüber hinaus zahlreiche neue Einsatzbereiche.

BILANZ-Chefredakteur Klaus Boldt: „Numaferm ist eine echte Innovation gelungen ist: Als erstes Unternehmen hat es einen kostengünstigen Herstellungsprozess für Biomoleküle entwickelt und daraus ein Geschäftsmodell entwickelt – dies bietet herausragendes Marktpotential und viele neue Anwendungsbereiche in Pharmazie, Medizin und Technik.“

Die Top 10-Finalisten Apium Additive Technologies GmbH, Breeze Technologies UG, BRI.Tech GmbH, covexo GmbH, inveox GmbH, IPT – Insight Perspective Technologies GmbH, Nect GmbH, Numaferm GmbH, Picum MT GmbH und Volabo GmbH hatten bei zweiminütigen Live-Präsentationen die Gelegenheit, ihre Geschäftsidee einem hochkarätigen Publikum vorzustellen.

Die Jury 

  • Andreas von Bechtolsheim, Multigründer und Großinvestor (Vorsitz)
  • Klaus Boldt, Chefredakteur BILANZ
  • Karlheinz Brandenburg, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Digitale Medienforschung
  • Eric Bussert, Vorstand Vertrieb und Marketing der HanseMerkur Versicherungsgruppe
  • Sabine Eckhardt, Vorstand Vertrieb und Marketing ProSiebenSat.1 Media SE
  • Deepak Krishnamurthy, Chief Strategy Officer und Executive Vice President der SAP AG
  • Thorsten Lubinski, Geschäftsführer von Diamontech, dem „Start me up!“-Sieger 2017
  • Carsten Maschmeyer, Unternehmer, Finanzinvestor und Berater
  • Sven Schmidt-Rohr, Mitgründer von Artiminds, dem „Start me up!“-Sieger 2016
  • Helmut Schönenberger, Geschäftsführer der Unternehmertum GmbH an der TU München
  • Christian Sewig, Vorstandsvorsitzender des Dax-Konzerns Deutsche Bank

Start me up! Gründerwettbewerb

Gemeinsam mit den Kooperationspartnern Deutschen Bank AG, der HanseMerkur Versicherungsgruppe, der Daimler AG, der Maschmeyer Group und der ProSiebenSat.1 Media SE hat BILANZ 2015 mit dem Gründerwettbewerb „Start me up!“ eine Initiative für innovatives Unternehmertum ins Leben gerufen, um Jungunternehmer und Start-ups mit vielversprechenden Geschäftsideen aus allen Wirtschaftsbereichen zu fördern. Teilnahmeberechtigt sind Einzelpersonen, Gruppen und Gesellschaften in Deutschland, die kurz vor einer Gründung stehen oder deren Unternehmen nicht älter als drei Jahre ist. In der ersten Runde 2015/16 überzeugte das Siegerteam von ArtiMinds Robotics mit „ArtiMinds Robot Programming Suite“ die Jury: Die Software generiert Programmcodes für eine intuitive und teilautomatische Ausführung komplexer Roboteraufgaben. Im Jahr 2017 wurde das Team von DiaMonTech ausgezeichnet, das ein innovatives und schmerzfreies Verfahren zur nicht-invasiven Blutzuckermessung bei Diabetes-Patienten entwickelte.

Quellen & weitere Informationen unter: www.axelspringer.de & www.welt.de

Kickoff-Symposium von Cherrykukess

Cherrykukess, das Gründungsvorhaben von Dr. Knud Esser, M. Sc. Andrea Kulik und Judith Steimel entwickelt mittels des patentierten Testverfahrens FIRST-HITTM neue Therapieansätze für die Behandlung des Triple-negativen Brustkrebs (TNBC) und des Nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC).

Es ist das erste Ausgründungsvorhaben der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe unter der Mentorenschaft von Klinikdirektorin Prof. Dr. Tanja Fehm erhält dazu für 24 Monate den EXIST-Forschungstransfer I in Höhe von 640.000€.

Trotz neuer Entwicklungen in der Tumortherapie basiert die aktuelle Behandlung von Tumorerkrankungen zu einem großen Teil auf unspezifischen zytotoxischen Wirkstoffen, die ein breites Spektrum an Nebenwirkungen aufweisen und häufig nicht zum Erfolg führen. Mittlerweile finden zwar erste zielgerichtete Onkologika therapeutische Anwendung; aufgrund ihrer Fixierung auf eine sehr begrenzte Anzahl bekannter Zielmoleküle bestimmter Tumore sind diese aber nur für wenige Patienten, welche an diesem speziellen Tumorsubtyp erkrankt sind, im Rahmen einer personalisierten Medizin anwendbar.

Darüber hinaus kommt es hierbei häufig zu Resistenzentwicklungen des Krebses. Es besteht somit ein hoher Bedarf an neuen Therapieansätzen und Wirkstoffen. Dies gilt insbesondere für Tumore mit einer hohen medizinischen Relevanz wie TNBC und dem NSCLC, deren aktuelle Behandlungen nur in seltenen Fällen zur Heilung der Krankheit führen.

Diesem Mangel an innovativen Therapeutika möchte das Team von Cherrykukess entgegenwirken. Hierbei fokussieren sich die Gründer auf die pharmakologische Adressierung in Tumoren epigenetisch fehlregulierter Differenzierungsprozesse. Das stellt einen innovativen Therapieansatz für diese Krebserkrankungen dar. Mittels des zellbasierten, phänotypischen und hochdurchsatzfähigen Testsystems FIRST-HIT™ sind die Gründer in der Lage, neuartige epigenetische Wirkstoffe zu entwickeln, wobei unbekannte zelluläre Zielstrukturen implementiert werden und eine an die vollständige Tumorpathophysiologie angepasste breite und effiziente Wirkstofffindung durchgeführt wird. So verschafft FIRST-HIT™ Cherrykukess einen signifikanten technologischen und zeitlichen Vorsprung gegenüber industrieüblichen, target-orientierten Testverfahren.

Davon konnten sich auch die Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft, die der Einladung zum Kickoff-Symposium von Cherrykukess am 27.04.18 in das Life Science Center Düsseldorf folgten, überzeugen. Als Gastredner referierten u. a. Prof. Dr. Tanja Fehm, Mentorin des Projektes und Direktorin der Frauenklinik des Universitätsklinikums Düsseldorf, Prof. Ruth Brack-Werner, stellvertretende Leiterin des Instituts für Virologie des Helmholtz Zentrum München, Prof. Ellen Fritsche vom IUF – Leibniz-Institut für Umweltmedizinische Forschung und Prof. Klaus Pfeffer vom Graduiertenkolleg 2158 der Heinrich-Heine-Universität.

Quelle & weitere Informationen unter: www.uniklinik-duesseldorf.de

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