KfW erweitert Innovationsförderung um den Schwerpunkt Digitalisierung

Neue Förderprogramme für kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die die Digitalisierung und Innovationstätigkeit in ihren Betrieben vorantreiben möchten: „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ und „ERP-Mezzanine für Innovation“.

In Sachen „Digitalisierung“ ist bei kleinen und mittleren Unternehmen noch „Luft nach oben“. Dasselbe gilt auch für Innovationen: Dabei gehören Digitalisierung und Innovationen zu den Wachstumstreibern – in allen Branchen. Zwei Drittel der befragten Unternehmen sehen in einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages in der Digitalisierung Chancen für neue Märkte, für Kundenbeziehungen, bei der Produktentwicklung und im Geschäftsprozess.

Mit zwei neuen Förderprogrammen möchte die Bundesregierung daher den digitalen Wandel sowie Innovationen vorantreiben. Die beiden KfW-Programme sind seit 1. Juli 2017 in Kraft und wenden sich an kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, die seit mindestens zwei Jahren am Markt sind.

Der „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ unterstützt die Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und Verfahren. Darüber hinaus wird die Entwicklung neuer oder substantiell verbesserter Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen gefördert, genauso wie Ausgaben für Forschung und Entwicklung. Maximal stehen 25 Millionen Euro pro Vorhaben zur Verfügung. Der Mindestbetrag liegt bei 25.000 Euro. Das Besondere ist: In bestimmten Fällen können Unternehmen den Kredit zu besonders günstigen Konditionen erhalten.

Um insbesondere die marktnahe Erforschung und Entwicklung neuer Produkte, Verfahren, Prozesse oder Dienstleistungen zu unterstützen, bietet das Programm „ERP-Mezzanine für Innovation“ eine langfristige Finanzierung an. Der Kredithöchstbetrag liegt bei 5 Mio. Euro, der Mindestbetrag bei 25.000 Euro. Der Vorteil ist: Durch die besondere Kombination aus klassischem Darlehen und Nachrangdarlehen braucht der Kreditnehmer für letzteres keine Sicherheiten zu stellen.

Weitere Informationen:

http://www.existenzgruender.de/SharedDocs/Kurzmeldungen/DE/Bundesweite-Meldungen-alle/KfW-erweitert-Innovationsfoerderung-um-Schwerpunkt-Digitalisierung.html

Open Innovation für KMUs

Das Team der InnovationsInitiative unterstützt in einem einstündigen Quick Check bei der Identifizierung von individuell geeigneten Maßnahmen sowie bei deren Implementierung. Dabei werden gemeinsam mit den Unternehmen unter anderem folgende Themenbereiche von erfahrenen Open Innovation-Experten in 57 Einzelfragen behandelt:

  • Entwickler-, Erfinder- und Branchennetzwerke
  • Forschungs- und Hochschulkooperationen
  • Innovationsbörsen und –marktplätze, Knowledge Broker, etc.
  • Social-Media-Strategien
  • Wettbewerbe und Workshops und Co-Creation für Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden, Start-Ups, …
  • Crowdsourcing, Crowdfunding, Design Thinking, Cross Innovation

Open Innovation kann Entwicklungsmöglichkeiten aufzeigen, die ansonsten unerkannt bleiben.

Der Clearly Open Innovation Quick Check bietet Ihnen eine Gelegenheit, sich schnell und gründlich einen Überblick über individuelle Möglichkeiten für den Einsatz geeigneter Open Innovation Methoden zu verschaffen.

Es handelt sich um ein komplementäres, gefördertes und kostenfreies Beratungsangebot.

www.clearly-open.de

NUMAFERM revolutioniert Peptid-Herstellung und erhält Seed-Finanzierung

Das Spin-Off der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität hat sich auf die biotechnische Herstellung von Peptiden spezialisiert und kann durch seine neu entwickelte Plattformtechnologie die Produktionskosten deutlich reduzieren. Für die technologische Weiterentwicklung und den Markteintritt erhält die NUMAFERM GmbH nun eine Finanzierung im siebenstelligen Bereich. Der High-Tech-Gründerfonds (HTGF), die Qiagen-Mitgründer und heutigen European Business Angels Prof. Detlev Riesner und Dr. Jürgen Schumacher sowie der European Investment Fund beteiligen sich.

Peptide werden von Pharma- und Kosmetikindustrie seit langem geschätzt. Das Potenzial der hochfunktionellen Eiweißfragmente ist längst nicht ausgeschöpft. Aktuell erfolgt die Peptidproduktion in erster Linie durch chemische Synthesen, die teuer, umweltbelastend und langwierig sind und Preise von durchschnittlich 1 Mio. Euro pro kg Peptid zur Folge haben. Biotechnologische Ansätze erforderten bislang einen hohen Entwicklungsaufwand bei einer entsprechend geringen Erfolgswahrscheinlichkeit.

Numaferm will das ändern. Aufbauend auf den Forschungsarbeiten des Mitgründers Dr. Christian Schwarz im Rahmen seiner Promotion an der Universität Düsseldorf, hat Numaferm eine Plattform entwickelt, mit der Peptide mithilfe von Mikroorganismen als Biofabriken hergestellt werden können. Der Clou: im Bioreaktor geben die Bakterien die hergestellten Peptide in das sie umgebende Nährmedium ab. Dort können die Moleküle mit deutlich geringerem Aufwand als bisher geerntet werden. Mit dieser auf einem fermentativen Prozess gestützten Technologie können sich Peptide planbar in hohen Ausbeuten und mit entsprechend geringen Kosten produzieren lassen. Das birgt großes Potential für die Pharmazie, betrachtet man die Pipeline an über 500 peptid-basierten Wirkstoffkandidaten. Zudem können Peptide so auch für gänzlich neue Applikationen wie Spezialklebstoffe, Futterzusätze und Oberflächenbeschichtungen eingesetzt werden.

Der HTGF, die beiden Business Angel und Qiagen-Mitgründer Prof. Riesner und Dr. Schumacher sowie der European Investment Fund sind von dem großen Marktpotenzial überzeugt und investieren nun einen siebenstelligen Betrag in die NUMAFERM. Riesner und Schumacher sprechen von „einem überzeugenden Beispiel, wie echte Innovationen aus hervorragender universitärer Grundlagenforschung entstehen.“

Dr. Philipp Rittershaus, Investment Manager beim HTGF ergänzt: „Mit der einzigartigen Produktionstechnologie von NUMAFERM ist es möglich, verschiedenste Peptide mit neuartigen Funktionalitäten kommerziell verfügbar zu machen. Durch unser Investment kann dieses Potential gehoben werden.“

Die NUMAFERM GmbH wurde 2017 als Spin-Off des Instituts für Biochemie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf gegründet. Zuvor wurde das Projekt durch einen EXIST-Forschungstransfer des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt. Das Unternehmen bietet seine Technologie, dazugehörige F&E-Dienstleistungen sowie einen Peptidkatalog mit Fokus auf adhäsive, antimikrobielle und pharmazeutische Peptide an.

Weitere Informationen

 

Kontakt:

NUMAFERM GmbH
Philipp Bürling
Merowingerplatz 1a
40225 Düsseldorf

Telefon +49 211 – 97532901

info@numaferm.com

Leitmarktwettbewerb NeueWerkstoffe.NRW gestartet

Der Leitmarktwettbewerb NeueWerkstoffe.NRW geht in die zweite Runde. Nach dem erfolgreichen ersten Wettbewerbsaufruf ist der zweite nun am 24.05.2017 veröffentlicht worden.

Im Rahmen des Wettbewerbs NeueWerkstoffe.NRW sollen Vorhaben gefördert werden, die entlang der Wertschöpfungsketten unter Einbeziehung der relevanten gesellschaftlichen Akteure nachweislich dazu beitragen, die Weiterentwicklung des Leitmarktes Neue Werkstoffe zu vertiefen und zu beschleunigen und Lösungen für die aktuellen Herausforderungen bereitzustellen. Mit den Feldern „Leichtbau u.a. durch Compositmaterialien, Multimaterialleichtbau und Hybride Werkstoffe“, „Steigerung der Energie- und Ressourceneffizienz, z. B. durch faserverstärkte Hochtemperatur-Werkstoffe oder thermische Isolatoren einerseits und Recycling oder Materialsubstitution andererseits“, „Werkstoffe zur Unterstützung der Energiewende“ oder generell „Neue Materialien, denen ein hohes leitmarktrelevantes Potenzial zugetraut wird“ adressiert der Leitmarkt hochaktuelle Themen, die eine zentrale Rolle für eine nachhaltige und zukunftsweisende Entwicklung unseres Landes spielen.

Die 1. Einreichfrist für diesen zweiten Call endet am 06.September 2017.

Weitere Informationen

KfW erweitert Innovationsförderung um den Schwerpunkt Digitalisierung

Die KfW unterstützt ab dem 1. Juli 2017 gezielt die digitale Transformation und die Innovationstätigkeit des Mittelstandes mit neuen Förderprogrammen. Wie Untersuchungen von KfW-Research zeigen, schöpfen weite Teile der mittelständischen Unternehmen in Deutschland das Potenzial der Digitalisierung bei Weitem nicht aus. Der neue „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ ist zur Finanzierung von Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben einsetzbar.

Gefördert wird die Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und Verfahren – beispielsweise die Vernetzung der Produktionssysteme unter dem Stichwort Industrie 4.0. Auch Maßnahmen zur Ausrichtung der Unternehmensstrategie bzw. Unternehmensorganisation auf die
Digitalisierung können begleitet werden. Darüber hinaus werden Innovationsvorhaben finanziert, bei denen Unternehmen neue oder substantiell verbesserte Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen entwickeln. Kernelement der Förderung ist eine optionale Haftungsfreistellung in Höhe von 70 Prozent für Kredite an Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern. Die KfW kann einen umfangreichen Teil des Ausfallrisikos übernehmen und so den durchleitenden Hausbanken die Kreditvergabe erleichtern. Durch die Unterstützung der Europäischen Union kann die KfW gerade Unternehmen, mit einer schwächeren Bonität besonders günstige Konditionen anbieten. Auch die Konditionen für kleine und mittlere Unternehmen (gemäß EU-Definition) werden zusätzlich vergünstigt. Im zweiten neuen Programm „ERP-Mezzanine für Innovation“ bietet die KfW Finanzierungspakete aus Fremd- und Nachrangkapital speziell zur langfristigen Finanzierung marktnaher Forschung und der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren, Prozesse oder Dienstleistungen sowie ihrer wesentlichen Weiterentwicklung an. Aus dem Programm werden sowohl Vorhaben unterstützt, die für das antragstellende Unternehmen neu sind, als auch solche, die sich vom Stand der Technik in der EU abheben.

Beide Programme richten sich an etablierte Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und Freiberufler in Deutschland mit einem jährlichen Gruppenumsatz von bis zu 500 Millionen Euro. Die Konditionen sind aus Mitteln des ERP-Sondervermögens verbilligt.

Quelle: BMWi