PD Dr. Hug Aubin und Dr. Jan-Philipp Minol wurden ausgezeichnet

Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG) verlieh auf ihrer Jahrestagung 2018 in Leipzig gleich zwei wissenschaftliche Preise an Chirurgen der Klinik für Kardiovaskuläre Chirurgie des Universitätsklinikums Düsseldorf.

Ausgezeichnet mit dem Ernst-Derra-Preis wurde PD Dr. Hug Aubin (l.), den Gefäßchirurgischen Forschungspreis erhielt Dr. Jan-Philipp Minol (re). Foto: UKD

Den nach dem deutschen Herzchirurgen und in Düsseldorf lange Zeit tätigen, legendären Ernst Derra benannte Ernst-Derra-Preis wurde PD Dr. Hug Aubin verliehen. Der Preis ist mit 7.500 Euro dotiert. Den Gefäßchirurgischen Forschungspreis der Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie, dotiert mit 5.000 Euro, vergab die Fachgesellschaft an Dr. Jan-Philipp Minol.

Die ausgezeichnete Arbeit von PD Dr. Hug Aubins mit dem Titel „Native Tissue-derived ECM Scaffolds for Cardiovascular Applications in Regenerative Medicine“ ist eine kumulative Habilitationsschrift, die sich mit dezellularisierten kardialen Matrix-Gerüsten als Grundlage für Anwendungen innerhalb der kardiovaskulären regenerativen Medizin befasst. Die durch diese Arbeiten gewonnenen Erkenntnisse behandeln einige der noch nicht gelösten wissenschaftlichen Fragestellungen im Bereich des kardiovaskulären Tissue Engineerings. Sie könnten helfen, bestehende Therapiebegrenzungen zu überwinden. Mit dieser Habilitationsschrift wurde der Preisträger im vergangenen Jahr von der Medizinischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit erst 32 Jahren habilitiert.

In Dr. Jan-Philipp Minols Arbeit “Focal induction of ROS-release to trigger local vascular degeneration“ wurde ein Modell etabliert, in dem reaktive Sauerstoffspezies (ROS) aus einer photodynamischen Reaktion isoliert an der Aorta zu einer fokalen Degeneration mit Aspekten im Sinne einer atherosklerotischen Läsion führten. Neben den klassischen Einflussfaktoren der Atherosklerose gelten ROS sowie der oxidative Stress zunehmend als eigenständiger Faktor. Bisherige Versuchsansätze hierzu sind systemischer Natur mit multifaktoriellem Einfluss. Dies erschwert die Analyse des Einflusses von oxidativem Stress als isolierter Faktor. Das vorgestellte Modell konnte wichtige Achsen des atherosklerotischen Remodellings als Folge der fokalen ROS-Applikation nachvollziehen.

Quelle & weitere Informationen unter: www.uniklinik-duesseldorf.de